Aktuell
Zürich: Gegner der Aussenwerbung argumentieren neu mit Verkehrssicherheit
In der Stadt Zürich bleibt das Tauziehen um die Aussenwerbung ein wichtiges Thema auf der politischen Agenda. Nachdem im März 2025 eine Motion angenommen wurde, die weitreichende Einschränkungen für kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fordert, liegt der Ball nun beim Stadtrat, welcher noch ein Jahr für die Umsetzung Zeit hat. In der Zwischenzeit halten Werbegegnerinnen und Werbegegner den Druck im Gemeinderat weiter hoch, beispielsweise mit einer jüngst eingereichten Interpellation, welche die Verkehrssicherheit von digitalen Werbe-Screens und klassischen Plakaten ins Visier nimmt. Für die Werbebranche steht viel auf dem Spiel. KS/CS verfolgt diese politischen Entwicklungen mit grösster Aufmerksamkeit, indem wir uns nicht nur gegen die ursprüngliche Motion engagieren, sondern auch neue Vorstösse, wie die erwähnte Interpellation, aktiv beobachten. Stets mit dem Ziel, die Bedeutung der Aussenwerbung als wichtigen Wirtschaftsfaktor und Informationsträger in Zürich zu verteidigen.
News aus Bundesbern
Sondersession: Krankenkassen-Sponsoring im Regulierungsvisier
Der Nationalrat tritt vom 27. bis 30. April 2026 zu einer Sondersession zusammen. In dieser «Nachholsitzung» oder Verlängerung der ordentlichen Session werden Geschäfte behandelt, die in der vorgängigen ordentlichen Session aus Zeitmangel nicht behandelt werden konnten. Für die Werbebranche relevant ist die Motion 24.4477, welche eine Einschränkung des Sponsorings von Krankenkassen fordert. Künftig soll den Versicherern nur noch die Unterstützung von kleinen, rein lokal verankerten Initiativen gestattet sein. Grössere Partnerschaften im Sport, in der Kultur oder bei nationalen Events stünden damit vor dem Aus. KS/CS empfiehlt die am 28. April traktandierte Motion abzulehnen. Der Motionär räumt selbst ein, dass die Ausgaben für das betroffene Sponsoring nur einen «winzigen Anteil» der Gesamtausgaben der Versicherer ausmachen. Umso weniger erscheint das geforderte Verbot notwendig oder verhältnismässig.
News aus der Branchenwelt
Berlin: Debatte um den öffentlichen Raum erreicht die deutsche Hauptstadt
Auch in Deutschland wird hitzig über die Aussenwerbung diskutiert. In Berlin läuft bis am 8. Mai 2026 die Sammlung von 240’000 Unterschriften für das Volksbegehren «Berlin Werbefrei». Sollte die Sammlung erfolgreich sein, strebt die Initiative eine Volksabstimmung über das sogenannte «Werberegulierungsgesetz» an. Diese soll zeitgleich mit der Abgeordnetenhauswahl im Jahr 2026 stattfinden und würde das Thema am Wahltag ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit setzen. Der Gesetzesentwurfsieht verschärfte Regeln und vage Verbotsklauseln für die Aussenwerbung vor. So sollen Werbeflächen verboten werden, wenn diese beispielsweise «Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs» gefährden, den «freien Blick auf Grünflächen oder historische Fassaden» beeinträchtigen oder «störend» seien. KS/CS beobachtet die Entwicklungen in Deutschland mit Sorge. Subjektive Kriterien, welche in willkürlichen Regelungen resultieren, sind stets abzulehnen. In Hamburg wurde 2025 ein identisches Begehren lanciert, dieses scheiterte jedoch an der Unterschriftensammlung.
Was ist der Stand zur Selbstregulierung im Kindermarketing?

Die Lebensmittelbanche und das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen (BLV) tauschen sich aktuell intensiv über eine mögliche Selbstregulierung im Kindermarketing von bestimmten Lebensmitteln aus. Wieso engagiert sich KS/CS für eine solche Selbstregulierung überhaupt? Und was bedeutet dies für Agenturen, Vermarkter und Medien? In unserem kompakten, deutschsprachigen 15-Minuten-Webinar – ausschliesslich für unsere Mitglieder – bringen wir Licht ins politische Dunkel: verständlich, aktuell und mit Platz für Ihre Fragen.
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