Politik-News: KS/CS verhandelt in Bern weiter

Aktuell


Lebensmittel: Zweiter runder Tisch zur Kinderwerbung

Frühstück

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat heute Vormittag die Lebensmittel- und Werbebranche zum zweiten technischen Runden Tisch nach Bern eingeladen. Im Zentrum der Gespräche steht die Reduktion von an Kinder gerichteter Werbung für Lebensmittel mit hohem Fett-, Zucker- oder Salzgehalt. Die Teilnehmenden haben ihre Inputs und Unklarheiten zum aktuellen Entwurf eingebracht. Der aktuell vorliegende Vorschlag mit den heute eingebrachten Inputs ist für KS/CS moderat ausgestaltet und pragmatisch umsetzbar. Aus Sicht von KS/CS bleibt die freiwillige Selbstregulierung der pragmatische und effiziente Weg, um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von morgen selbstbestimmt mitzugestalten. Die Verhandlungen werden am dritten runden Tisch fortgesetzt.

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News aus Bundesbern


Werberelevante Vorstösse im Nationalrat

Nationalratssaal 3

24.466 Parlamentarische Initiative «Gleichbehandlung von privaten Rundfunkanbietern und privaten Online-Anbietern»

Der am 9. und 18. Juni traktandierte Vorstoss möchte eine Marktlücke schliessen. Heute verbietet das Radio- und Fernmeldegesetz politische Werbung für private Radio- und Fernsehsender, obwohl diese Werbung im Online- und Printbereich zulässig und längst etabliert ist. KS/CS befürwortet den Vorstoss und verlangt gleich lange Spiesse für alle im Werbemarkt.

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24.4018 Motion «Verbreitung der entwürdigenden Nudify-Apps einschränken»

Das Bewerben, Verkaufen und Zugänglichmachen von Apps und digitalen Diensten, welche mithilfe von künstlicher Intelligenz Nacktbilder von Kindern oder Erwachsenen generieren, soll mit dem am 18. Juni traktandierten Vorstoss verboten werden. KS/CS befürwortet den Vorstoss und erachtet ein Werbe- und Verkaufsverbot solcher Nudify-Apps als gerechtfertigt.

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Werberelevante Vorstösse im Ständerat

Ständeratssaal

26.3242 Motion «Kinder- und Jugendschutz auf digitalen Plattformen»

 

Der Ständerat behandelt am 3. Juni eine Motion, welche neue gesetzliche Massnahmen fordert, um Risiken grosser Kommunikationsplattformen für Kinder zu verringern. Die sehr offen formulierte Motion möchte unter anderem personalisierte Werbung verbieten, wenn die Nutzerin oder der Nutzer minderjährig ist. KS/CS lehnt den Vorstoss ab und sieht in der Motion die Gefahr einer Überregulierung der Werbung und eine damit zusammenhängende unpraktikable Alterskontrolle. Wenn der Fokus auf grosse Plattformen gelegt wird, sind auch diverse Schweizer Anbieter betroffen. Ausserdem sollte das in Erarbeitung stehende Gesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen abgewartet werden.

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News aus der Branchenwelt


Warum wir eine griffige Schweizer Plattformregulierung brauchen

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Ein aktueller Bericht im «Blick» bringt ein massives Problem auf den Punkt: Grosse Tech-Plattformen wie TikTok, Meta und Google tun nach wie vor zu wenig gegen betrügerische Online-Werbung. Eine europaweite Kampagne von Verbraucherschutzorganisationen – darunter die Fédération romande des consommateurs (FRC) – zeigt auf, dass ein Grossteil gemeldeter Fake-Finanzinserate einfach im Netz bleibt. Wir verfolgen diese Entwicklung mit grosser Aufmerksamkeit und klarer Haltung. Betrug, Täuschung und unlautere Geschäftspraktiken schaden nicht nur den Konsumentinnen und Konsumenten, sondern untergraben auch das Vertrauen in die gesamte Schweizer Werbewirtschaft. Seriöse Werbeauftraggeber, Agenturen und Medienhäuser halten sich an strenge gesetzliche Vorgaben und die Richtlinien der Schweizerischen Lauterkeitskommission. Es kann nicht sein, dass globale Tech-Giganten hier mit zweierlei Mass messen und ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen. KS/CS wird sich im Rahmen der laufenden Plattformregulierung weiterhin dezidiert dafür einsetzen, dass faire Rahmenbedingungen auf dem Schweizer Werbemarkt durchgesetzt werden.

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Politik-News: Für eine starke Werbevielfalt

Aktuell


Werbeverbote für Flugreisen: Symbolpolitik auf Kosten der lokalen Wirtschaft

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Letzte Woche wurde im Zürcher Gemeinderat ein neues Postulat eingereicht, welches Werbeverbote für Flugreisen und Werbung, die implizit eine Flugreise beinhalten (z.B. Ferien in Übersee, Vielfliegerprogramme etc.) auf städtischem Gebiet fordert. Der Vorstoss ist kein Einzelfall: Auch im Genfer Kantonsparlament befindet sich ein Vorstoss für eine Gesetzesänderung im politischen Prozess und in Basel-Stadt wurde bereits eine Anfrage abschliessend diskutiert. Die Werbeverbote sind jeweils sehr weitreichend und würden den Wirtschaftszweig massiv belasten, ohne dass ein klarer ökologischer Nutzen belegt ist. Wenn Fluggesellschaften nicht mehr auf städtischen Plakatstellen werben dürfen, wandern die Budgets unweigerlich in den digitalen Raum ab. Werbegelder fliessen statt in die Kassen von Kanton und Gemeinden direkt zu internationalen Plattformen, ohne dass auch nur ein Flug weniger gebucht wird.

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News aus Bundesbern


Das Heft in der Hand behalten: Selbstregulierung statt Werbeverbote

Verbot

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat kürzlich den Aktionsplan 2025-2028 veröffentlicht. Damit wird die Schweizer Ernährungsstrategie operativ konkretisiert. Ein zentraler Pfeiler dieser Strategie ist die Einbindung der Lebensmittelwirtschaft, insbesondere durch die freiwillige Selbstregulierung von Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet. KS/CS vertritt in diesem Prozess die Interessen der Werbebranche. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern sitzen wir mit Swiss Pledge und dem BLV am runden Tisch, um wirtschaftlich realistische Verpflichtungen auszuarbeiten. An Kinder unter 13 Jahre gerichtete Werbung für Produkte, die spezifische Nährwertstandards nicht erfüllen, soll eingeschränkt werden dürfen. Für KS/CS ist eine abgestimmte Selbstregulierung aktuell der effektivste Weg, um eine starre, gesetzliche Überregulierung vorzubeugen und die unternehmerische Gestaltungsfreiheit für das nächste Jahrzehnt zu wahren. Am 26. Mai findet der zweite technische runde Tisch des BLV statt, bei dem wir die Fragen, Unklarheiten und Bedenken der Branche einbringen werden.

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News aus der Branchenwelt


Bern werbefrei? Nach der Motion ist vor der Initiative

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Kaum wurde eine Motion in der Stadt Bern für ein Verbot kommerzieller Aussenwerbung endgültig abgeschrieben, formiert sich bereits neuer Widerstand von der Alternativen Linken Bern. Die Initiative «Bern Werbefrei» verlangt nun ein nahezu vollständiges Verbot von kommerzieller Werbung auf öffentlichem Grund. Die Initiantinnen und Initianten zielen dabei auf sogenannte «Fremdreklame» ab. Konkret sollen Plakatwerbung und Bildschirme für kommerzielle Produkte und Dienstleistungen ohne «örtlichen Bezug» auf dem gesamten Berner Stadtgebiet nicht mehr bewilligungsfähig sein. Ob dann der Bäcker in der Altstadt nur noch vor der eigenen Ladentür aber nicht im Nachbarquartier werben darf? Aktuell läuft die Sammelfrist für die notwendigen 5'000 Unterschriften. KS/CS engagiert sich weiterhin konsequent für die Freiheit der kommerziellen Kommunikation und für einen lebendigen, urbanen Raum einzusetzen, der auch Platz für Werbung und Wirtschaft bietet.

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Jahresbericht 2025

Bericht als PDF lesen.

1. Einleitung

Jürg Bachmann

Im Jahresbericht legen wir auch dieses Jahr wieder Rechenschaft über die weitreichende Verbandstätigkeit ab. Der politische Rahmen bleibt anspruchsvoll und der Druck auf die Werbung hat weiter zugenommen. Der Abfluss von Werbegeldern auf internationale Plattformen nahm weiter zu und es gab immer mehr Initiativen auf Bundes-, Kantonsund Gemeindeebene, die Werbeverbote oder -einschränkungen forderten. Bereits mehr als die Hälfte der Schweizer Werbeausgaben und 75% des Schweizer Online-Werbebudgets werden auf internationale Plattformen getätigt und gehen der Schweizer Medienlandschaft verloren. KS/CS begrüsst deshalb die Initiative des Schweizer Verlegerverbandes, Werbung wieder verstärkt ins Inland zu holen. Politisch richten sich mehrheitlich die zahlreichen politischen Vorstösse gegen die Aussenwerbung. Zudem wurde die Revision des Lebensmittelgesetzes wieder aufgenommen, und zwar in Form eines Selbstregulierungsprozesses, der die Branche und das zuständige Bundesamt auch dieses Jahr beschäftigen wird. Zahlreiche Vorstösse fokussieren sich um ähnliche Themenbereiche, wie KI-Regulierung und Aussenwerbung. Oft sind sie gesetzlich schon reguliert oder werden vom Bund in grösseren Zusammenhängen geregelt. Im Herbst hat der Bundesrat das Vernehmlassungsverfahren zur Plattformregulierung «Neues Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG)» eröffnet. Mit dem neuen KomPG werden vom Bund diverse Regulierungen vorgeschlagen, welche die Werbung sowohl direkt als auch indirekt betreffen. KS/CS ist der Überzeugung, dass gleiche Regeln für alle Teilnehmende, die auf vergleichbare Weise am Schweizer Werbemarkt tätig sind, gelten müssen. Ebenfalls eröffnet, wurde die Verordnung zur Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung», die vom Volk im Jahr 2022 angenommen wurde. KS/CS setzt sich weiter dafür ein, dass das umgesetzt wird, was Volk und Parlament beschlossen haben und nicht weitere Bestimmungen, die darüber hinausgehen, in die Verordnung fliessen. Ende des Berichtsjahres verfolgte die Geschäftsstelle 73 politische Vorstösse, ein weiterer Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Alle wollen Werbung in irgendeiner Form einschränken oder verbieten. Im Interesse der Demokratie und der Volkswirtschaft ist das Engagement von KS/CS darum nötiger denn je. Denn ohne Werbefreiheit keine Werbung; ohne Werbung keine Demokratie! Zudem sind Werbeverbote zutiefst konsumentenfeindlich, da Werbung massgeblich zur Transparenz beiträgt, auf die Konsumentinnen und Konsumenten bei ihren täglichen Entscheidungen zwingend angewiesen sind.

2. Jubiläums-Mitgliederversammlung

Jürg Bachmann

Jürg Bachmann und Filippo Lombardi © Frederike Asael

Die ordentliche Mitgliederversammlung fand am 26. Mai 2025 im Casino in Bern statt. Mit dem Besuch von Nationalratspräsidentin Maja Riniker bildete sie den Höhepunkt des Verbandsjahres. Zur 100-jährigen Jubiläumsversammlung wurden auch die ehemaligen Mitarbeitenden von KS/CS und weitere Freunde des Verbands eingeladen. Bei den statutarischen Geschäften genehmigten die Mitglieder die Jahresrechnung 2024 und die Mitgliederbeiträge 2025. Neu wurden Alexander Duphorn (Goldbach Media AG) und Roland Ehrler (Schweizer Werbe-Auftraggeberverband) in den Vorstand gewählt. Sie ersetzten Maria Luisa Bernini, Christian Merk und Roger Harlacher. Ihnen sprach der Präsident der Dank für die geleistete Arbeit aus. Ein Vorstandssitz ist derzeit vakant. Christian Merk wurde zum Ehrenmitglied von KS/CS ernannt. Nationalratspräsidentin Maja Riniker überbrachte die Grussbotschaft und Nationalrat und Präsident der Parlamentarischen Gruppe «Markt und Werbung» Gregor Rutz gab einen Überblick über die politischen Entwicklungen im eidgenössischen Parlament. Anschliessend sprachen a. Ständerat Filippo Lombardi (Präsident der Stiftung für die Lauterkeit) und Nationalrat Philipp Kutter (Präsident der Lauterkeitskommission) über die vielfältigen Aufgaben dieser wichtigen Institution. Der Fachbereichsleiter des Bundesamts für Lebensmittel und Veterinärwesen (BLV), Urs Stalder, legte die Erwartungen an die Selbstregulierung des Lebensmittelwerbung dar. Ein Podium zu diesem Thema schloss den Fachteil ab. Zum Abschluss der Mitgliederversammlung präsentierte der Vize-Präsident der Stiftung für Werbestatistik Roland Ehrler wie jedes Jahr die Ergebnisse der Werbestatistik Schweiz. Der anschliessende Umtrunk bot Gelegenheit für Gespräche und Austausch. Im Berichtsjahr fanden keine ausserordentlichen Mitgliederversammlungen statt.

Zur Medienmitteilung und Impressionen.

 

3. Vorstand

Jürg Bachmann

Auch in diesem Berichtsjahr traf sich der Vorstand zu drei Vorstandssitzungen. Er liess sich über die Arbeit der Geschäftsstelle informieren und befasste sich mit den politischen Geschäften, insbesondere der Arbeit in den Kommissionen und Projektgruppen, und nahm die Positionsblätter zu verschiedenen Vorstössen ab. Dazu beschäftigte er sich mit den statutarisch zugewiesenen Aufgaben, wie der Abnahme der Jahresrechnung zuhanden der Mitgliederversammlung und der Festlegung des Budgets 2026. Der Vorstand beschäftigte sich auch mit den Fragen der Prüfungskommission, die weiterhin ein wichtiges Standbein von KS/CS bildet. An der Herbstsitzung führte er einen Austausch mit Nationalrat Philipp Kutter, Präsident der Lauterkeitskommission, durch.

4. Geschäftsstelle

Jürg Bachmann

Die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle führen zusammen mit dem geschäftsführenden Präsidenten das Tagesgeschäft des Verbandes. Es gab im Berichtsjahr erfreulicherweise keine Mutationen. Da KS/CS über keine eigene Büroinfrastruktur verfügt, arbeiten alle Mitarbeitenden im Homeoffice. An regelmässig stattfindenden Sitzungen am Montagmorgen besprechen sie alles Wichtige sowohl was den Verband betrifft, wie auch die politischen Geschäfte. Periodisch finden auch Sitzungen in Präsenz statt. Hand in Hand mit der zunehmenden Zahl an politischen Vorstössen nimmt auch das Arbeitsbelastung laufend zu. Dank verschiedener Hilfsmittel, wie einem immer besseren Monitoring aller politischen Geschäfte, ist dies bewältigbar. Für den gegenseitigen Informationsaustausch pflegt das Team Kontakte mit befreundeten Verbänden in Europa, hauptsächlich im DACH-Raum.

5. Finanzen

Christian Merk

Die konsolidierte Jahresrechnung von KS/CS schliesst für das Jahr 2025 mit einem Gewinn von 3’454 CHF (Vorjahr 38'645 CHF) ab. In der Rechnung der Prüfungskommission musste ein ausserordentlicher Aufwand von 36’798 CHF verbucht werden; dabei handelt es sich um nicht mehr einbringbare Transitorische Aktiven aus dem Subventionsprozess mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI, 34'648 CHF) sowie eine Rückforderung von Prüfungsgebühren aus früheren Jahren (2'150 CHF). Der Verband steht in intensivem Kontakt mit dem Bund (SBFI), um die noch vorhandenen Unklarheiten im Bezug auf finanzielle Altlasten definitiv zu bereinigen. So wurden im Rahmen der Diskussionen eine «Korrektur» (Rückzahlung) um 15'000 CHF zugunsten von KS/CS genehmigt. Im Budget für 2026 ist ein kleiner Prozentbetrag als Abschreibung auf dem theoretisch noch diskutierten Differenzbetrag von 107'000 CHF enthalten. Da die Gespräche laufen und gute Aussicht auf eine gütliche Einigung besteht, ist dieser Betrag nicht als Eventualverpflichtung aufgeführt. Die Jahresrechnung 2025 des Dachverbandes KS/CS (ohne Prüfungskommission) schliesst mit einem Gewinn von 34’204 CHF ab. Darin enthalten ist ein Sondereffekt von 30’000 CHF, welcher aus der Auflösung von Rückstellungen für Aufwendungen im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums im Berichtsjahr resultiert; weitere 20'000 CHF aus den Rückstellungen für das Jubiläum wurden mit dem Aufwandkonto Mitgliederversammlung direkt verrechnet (Entlastung); dieser Vorgang war entsprechend budgetiert. Ohne diese Sondereffekte darf das Resultat als solide, aber, langfristig betrachtet, als nach wie vor nicht genügend bezeichnet werden. Es bleibt deshalb zentral, dass der Verband der Gewinnung neuer Partner aus bestehenden und neuen Geschäftsfeldern weiterhin höchste Aufmerksamkeit schenkt. Dies ist auch im Berichtsjahr erfolgt. In der Erfolgsrechnung zeigt sich dies in verschiedenen Verschiebungen innerhalb der einzelnen Positionen sowie in den Kategorien wie Mitgliederbeiträge, Premiumpartner, Allianzmitgliedschaften und weiteren. Insgesamt konnten die Erträge gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Die Ausgaben verblieben im Rahmen der Vorjahre, wobei die erbrachten Leistungen – etwa die Anzahl bearbeiteter politischer Dossiers – weiter zugenommen haben. Alle Verantwortlichen arbeiten weiterhin konsequent daran, Prozesse und Leistungen zu optimieren. Gleichzeitig und im Gleichschritt mit der Entwicklung der erbrachten Leistungen steigen einzelne Aufwandposten moderat, z.B. die Kosten für den Rechtsdienst.

6. Politische Verbandsarbeit

Jürg Bachmann

Die politische Interessenvertretung bildet weiterhin einen zentralen Schwerpunkt unserer Verbandsarbeit. Sämtliche politischen Entwicklungen und regulatorisch relevanten Vorstösse werden auf der Geschäftsstelle systematisch erfasst, laufend beobachtet und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Branche analysiert. In enger Zusammenarbeit mit dem Präsidium entstehen daraus fundierte Positionspapiere, die sich konsequent an unseren Grundwerten orientieren – insbesondere an der Bedeutung eines freien Marktzugangs sowie der Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten. Ein besonderes Augenmerk gilt der sorgfältigen Prüfung, ob neue parlamentarische Forderungen nicht bereits durch bestehende Gesetzesgrundlagen abgedeckt sind und ob zusätzliche Regulierungen unnötige Komplexität oder Rechtsunsicherheit schaffen würden. Der politische Druck auf die Werbebranche hat im Berichtsjahr weiter zugenommen. Mit aktuell rund 70 werberelevanten Geschäften auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene ist die Anzahl politischer Vorstösse erneut deutlich gestiegen. Entsprechend intensiv war das Engagement des Verbandes im eidgenössischen Parlament: In 24 Diskussionen und 6 Vernehmlassungen konnte KS/CS im vergangenen Jahr Stellung beziehen und die Position der Branche einbringen. Lediglich in zwei Fällen gelang es nicht, eine parlamentarische Mehrheit zu überzeugen – ein Zeichen dafür, dass die Argumente des Verbandes weiterhin auf breite Resonanz stossen. Die erarbeiteten Positionen werden den Mitgliedern des eidgenössischen Parlaments, insbesondere der Parlamentarischen Gruppe «Markt und Werbung», rechtzeitig vor Fraktions- und Kommissionssitzungen sowie während der Sessionen zur Verfügung gestellt. Der regelmässige Austausch mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Während der Sessionen finden zahlreiche Gespräche statt, um Anliegen der Branche zu erläutern, Fragen zu klären und politische Entwicklungen frühzeitig einordnen zu können. Im Vergleich zum Vorjahr ist zudem eine deutliche Zunahme medienpolitischer Vorstösse zu verzeichnen, die potenziell Auswirkungen auf die Werbebranche haben – darunter die SRG Initiative, Fragen zur Radiowerbung oder regulatorische Diskussionen rund um digitale Medien. Diese Entwicklungen erfordern eine noch engere Beobachtung und eine präzise Positionierung, um die Interessen der Branche wirksam zu vertreten.

7. Rechtsdienst und Rechtsauskünfte

Fanny Rocchi

Auch im Jahr 2025 hat der Rechtsdienst von KS/CS wieder zahlreiche politische Geschäfte begleitet und Rechtsauskünfte an Mitglieder erteilt. Im Mittelpunkt der rechtlichen Beratungen standen in diesem Jahr vor allem Fragen zur Nutzung von KI-generierten Inhalten in der Werbung sowie zur Verwendung von Bildern und den damit verbundenen urheberrechtlichen Fragen. Auch gab es dieses Jahr wieder zahlreiche politische Vorstösse, wozu Positionspapiere mit den wichtigsten politischen und rechtlichen Argumenten erarbeitet wurden. Ein besonderer Schwerpunkt im Jahr 2025 lag auf der Motion «Besserer Schutz des geistigen Eigentums vor KI-Missbrauch» von FDP-Ständerätin Petra Gössi. KS/CS setzt sich dafür ein, dass journalistische Inhalte und andere urheberrechtlich geschützte Werke bei der Nutzung durch KI-Anbieter besser geschützt werden. Gleichzeitig haben wir uns aber auch dafür eingesetzt, dass die Schweiz ein starker Innovations- und Wettbewerbsstandort bleibt und nicht durch neue KI-Regulierungen geschwächt wird. Wir werden die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Motion Gössi auch im kommenden Jahr weiterverfolgen und uns weiterhin gleichermassen für beide Anliegen einsetzen. Ein Schwerpunkt für Anfang 2026 ist die Ausarbeitung einer Stellungnahme zum Vorentwurf des Kommunikationsplattformengesetzes (KomPG). KS/CS begrüsst es, dass grosse Online-Plattformen und Suchmaschinen stärker in die Pflicht genommen werden, um Transparenz und Verantwortlichkeit in der digitalen Kommunikation zu erhöhen. Wir werden uns entsprechend dafür einsetzen, dass für sehr grosse Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen dieselben Rahmenbedingungen gelten wie für andere Werbeakteure, die in vergleichbarer Weise auf dem Schweizer Markt tätig sind.

8. Regionen

Als nationaler Dachverband ist KS/CS in allen Regionen der Schweiz präsent. Wichtige Verbandsarbeit erfolgt somit auch in den entsprechenden Regionalkommissionen. Hier geht es vor allem darum, die Positionen des Dachverbandes in den Sprachregionen zu kommunizieren und zu verankern. Themenspezifische Anlässe in den Regionen oder die Beteiligung an solchen sind wertvolle Instrumente dafür.

8.1. Deutschschweiz

Alexander Duphorn & Dominik Leonhardt

Die Regionalkommission hat sich 2025 in mehreren Off- und Online-Sitzungen intensiv einem zentralen Kernthema des Verbandes gewidmet: der nachhaltigen Zukunftssicherung der Branche. Im Fokus standen dabei insbesondere die Bildung sowie die langfristige Sicherung qualifizierter Fachkräfte für die Werbebranche. Im Rahmen dieser Arbeiten entwickelte sich eine enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Regionalkommission Deutschschweiz und den beiden Prüfungskommissionen von KS/CS. Die Regionalkommission übernahm dabei eine aktive Rolle, indem sie zentrale Akteurinnen und Akteure der Branche zusammenbrachte, um eine möglichst umfassende 360-Grad-Perspektive zu gewinnen. Hintergrund dieses Austauschs ist die laufende Revision der Prüfungsordnung der eidgenössischen Prüfung für Kommunikationsfachleute. Angesichts der dynamischen technologischen Entwicklungen, von denen die Kommunikationsbranche in besonderem Mass betroffen ist, war es von zentraler Bedeutung, die Revision breit abzustützen. Ziel ist es, eine Prüfungsordnung zu schaffen, die für die kommenden vier bis sechs Jahre Bestand hat und dem Markt weiterhin qualifizierte sowie praxisnahe Fachkräfte zur Verfügung stellt. Zu diesem Zweck trafen sich in Zürich Vertreterinnen und Vertreter aus der betroffenen Wirtschaft, aus Agenturen – sowohl grösseren als auch kleineren –, aus Medienunternehmen, Bildungs- und Schulungsinstitutionen, aus dem Kreis der Dozierenden sowie aus Verbänden und Organisationen. Der offene und engagierte Austausch ermöglichte wertvolle Einblicke in aktuelle Anforderungen, Erwartungen und zukünftige Entwicklungen der Branche. Das ausserordentliche Engagement aller Beteiligten unterstreicht die hohe Bedeutung der eidgenössischen Abschlüsse. Die Regionalkommission dankt allen Teilnehmenden herzlich für ihren Einsatz und ihre wertvollen Beiträge. Über die Einführung und Umsetzung der neuen Prüfungsordnung wird die Prüfungskommission zu gegebener Zeit separat informieren.

8.2. Romandie

Vincent Antonioli

Das Jahr 2025 begann wie üblich mit Com'ON, der Jahresveranstaltung für Kommunikation in der Westschweiz, zu der sich fast 150 Fachleute der Branche in Lausanne zu einem Vormittag mit Vorträgen und Networking trafen, gefolgt von einem Business-Lunch. Die Anzahl der Teilnehmenden, die Qualität und Vielfalt der Vorträge, aber auch das Engagement des Organisationskomitees und der Sponsoren machten Com'ON zu einem grossen Erfolg. Vincent Antonioli, Mitglied des KS/CS-Vorstands und Präsident der Regionalkommission Westschweiz, betonte erneut die Notwendigkeit für die Branche, sich neu zu erfinden, um Kritik konstruktiv entgegenzuwirken, aber auch um neue Herausforderungen anzugehen, insbesondere im Zusammenhang mit der Integration künstlicher Intelligenz in die Kommunikationsberufe. So setzte sich die Regionalkommission Westschweiz im Laufe des Jahres verstärkt für den Schutz der Werbefreiheit ein und wirkte drohenden Einschränkungen entgegen. Sie unterstützte auch Initiativen der Branche, beispielsweise den «Prix de la Communication inclusive», der einmal mehr zeigt, dass sich unsere Berufe weiterentwickeln müssen.

8.3. Italienischsprachige Schweiz

Jürg Bachmann

Im Tessin lud KS/CS zu einem Austausch über die neue Prüfungsordnung ein. Dies, um Wissen und Erfahrung auch dieses Landesteils einzuholen. Zudem kommen immer mehr Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Tessin. Es war ein guter Anlass, die Gespräche werden weitergeführt. Bei einem passenden politischen Aufhänger soll die Regionalkommission weiter ausgebaut werden.

9. Prüfungswesen

Ekaterina Petrova

Die jahrgangsbesten Kommunikationsfachleute von 2025. Von links nach rechts: Pablo Rial Díaz, Fabien Jean Eckert, Anais Reine Yvonne Beatrice Marceau. © Frederike Asael

Das Jahr 2025 markierte einen wichtigen Meilenstein im Prüfungswesen der Kommunikationsfachleute. Erstmals wurden die Prüfungen vollständig unter der angepassten Organisationsstruktur und unter der Gesamtleitung von Yves Epiney durchgeführt. Der Übergang verlief reibungslos und bestätigte die hohe Qualität der konzeptionellen und operativen Vorbereitung, sowie der personellen Anpassungen. Insgesamt stellten sich 60 Teilnehmende der eidgenössischen Berufsprüfung. Besonders erfreulich war das Engagement aus dem Tessin, das mit steigenden Anmeldezahlen seine Präsenz erneut ausbauen konnte. Die Prüfungen verliefen ohne Rekurse – ein klares Zeichen für transparente Abläufe, saubere Prozesse und eine professionelle Umsetzung. Mit einer Erfolgsquote von 80 % bestätigten sich die gute Vorbereitung der Kandidierenden sowie die klare Ausrichtung der Prüfung auf die definierten Kompetenzanforderungen. Parallel dazu wurde die Reform der Prüfungsordnung der Kommunikationsfachleute lanciert. In diesem Rahmen fanden drei Roundtables in den drei Sprachregionen der Schweiz statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Bildungsinstitutionen, Verbänden sowie aus der Politik brachten ihre Perspektiven und Inputs ein. Das neue Qualifikationsprofil wurde Ende November fristgerecht beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) eingereicht. Über die Einführung und Umsetzung der neuen Prüfungsordnung wird die Prüfungskommission zu gegebener Zeit separat informieren.

Zur Medienmitteilung und Impressionen.

 

10. Dank und Ausblick

Jürg Bachmann

Wir danken auch dieses Jahr wieder allen, die einen Beitrag zur erfolgreichen Verbandsarbeit geleistet haben, namentlich:

  • allen Mitgliedern von KS/CS, die mit ihrem Beitrag die zentrale wirtschaftliche Voraussetzung für die Verbandsarbeit absichern;
  • alle Premiumpartnern, die neben ihrem finanziellen Engagement die Arbeit von KS/CS aktiv begleiten und unterstützen;
  • den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitgliedern von Kommissionen und Projektgruppen, die mit ihren wertvollen Anregungen und Argumenten dazu beitragen, die politischen Positionen von KS/CS zu schärfen und zu kommunizieren;
  • dem Präsidenten und den Mitgliedern der parlamentarischen Gruppe «Markt und Werbung» für ihren Einsatz zugunsten der Werbefreiheit;
  • allen befreundeten Verbänden, die uns darin unterstützen, die Positionen von KS/CS zu verbreiten;
  • dem Präsidenten der Prüfungskommission, allen Expertinnen und Experten für die umsichtige Führung dieser wichtigen Aufgabe für die Ausbildung von Nachwuchsleuten in der Werbebranche;
  • den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle für ihren grossartigen Einsatz für die tägliche Umsetzung unserer Verbandsziele.

KS/CS wird seine Arbeit im Dienste all seiner Mitglieder und der gesamten Werbebranche mit Engagement weiterführen, im Interesse einer freien und gut informierten Gesellschaft!

KS/CS Kommunikation Schweiz Jürg Bachmann, Präsident


Personelles

Vorstand

  • Jürg Bachmann, KS/CS, Präsident
  • Silvana Imperiali, KS/CS Vizepräsidentin, Biggie Switzerland SA, Managing Director DACH & CCZ
  • Vincent Antonioli, Debout sur la table Sàrl, Fondateur, associé
  • Marco Battaglia, Berta Kommunikationsplan AG, Consultant
  • François Besençon, KS/CS, Gecom, Gestion et Communication Sàrl, Chairman
  • Alexander Duphorn, Goldbach Media AG, CEO
  • Roland Ehrler, SWA-ASA, Direktor
  • Siri Fischer, IGEM Interessengemeinschaft elektronische Medien, Geschäftsführerin
  • Michael Hählen, in flagranti ag, Managing Director, Partner
  • Vera Katz, Dentsu International Switzerland AG, Managing Director
  • Beat Krebs, Omnicom Media Group Schweiz AG, Vorstand LSA / Chief Activation Officer
  • Susanne Lebrument, Somedia AG, VR Delegierte
  • Natasja Sommer-Feldbrugge, Coca-Cola Schweiz GmbH, Public Affairs Director

Ehrenpräsident

  • Filippo Lombardi, Ehrenpräsident

Regulation Committee

  • Fanny Rocchi, KS/CS, Leiterin Rechtsdienst
  • Jürg Bachmann, KS/CS, Präsident
  • Vera Baldo-Tschan, KS/CS, Leitung Public Affairs und Kommunikation / Mitglied der Geschäftsleitung
  • Hendrik Fischer, KS/CS, Public Affairs Manager
  • François Besençon, KS/CS, Gecom, Gestion et Communication Sàrl, Chairman
  • Audrey Arnold, Leading Swiss Agencies, Geschäftsführerin
  • Markus Ehrle, APG|SGA, Allgemeine Plakatgesellschaft AG, CEO
  • Roland Ehrler, SWA-ASA, Direktor
  • Marc Friedrich, Schweizer Casino Verband, Geschäftsführer
  • Mikael Huber, Schweizerischer Gewerbeverband sgv, Ressortleiter Finanz- und Steuerpolitik sowie Digitalisierung, Geschäftsführer AWMP
  • Stephan Küng, TWmedia The whole Media AG, CEO
  • Chantal Landis, International Advertising Association, Geschäftsführerin
  • Christoph Marty, Goldbach Group AG, CEO
  • Martin Radelfinger, IAB Switzerland, Präsident
  • Moritz Schneider, Mediaschneider AG, CEO
  • Guido Trevisan, Goldbach Group AG, CMO
  • Ute Von Moers, VSPF Verband Schweizer Privatfernsehen, Geschäftsführerin
  • Verena Vonarburg, Ringier AG, Head of Public Affairs
  • Ruth Wagner, one marketing services ag, CEO Onemarketing / Verbandsmanager sdv
  • Andreas Zoller, Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN, Leiter Public Affairs

Projektgruppe Tabak

  • Vera Baldo-Tschan, KS/CS, Leitung Public Affairs und Kommunikation / Mitglied der Geschäftsleitung
  • Jürg Bachmann, KS/CS, Präsident
  • Fanny Rocchi, KS/CS, Leiterin Rechtsdienst
  • Caroline de Buman, Philip Morris Switzerland Sàrl, External Affairs
  • Roland Ehrler, SWA-ASA, Direktor
  • Andrea Hausmann, JT International AG, CA&C Manager, Corporate Affairs & Communications
  • Erich Herzog, economiesuisse, Mitglied der Geschäftsleitung, Bereichsleiter Wettbewerb & Regulatorisches
  • Martin Kuonen, Swiss Cigarette, Geschäftsführer
  • Angela Mast, Swiss Cigarette, Assistentin Geschäftsführung
  • Brenda Ponsignon, British American Tobacco Switzerland SA, Head fo Corporate and Public Affairs
  • Leonie Ritscher, FREI connect AG, Mandatsleiterin Public Affairs
  • Jan-Philip Seger, British American Tobacco Switzerland SA, Engagement Manager
  • François Thoenen, Philip Morris Switzerland Sàrl, Director External Affairs
  • Andreas Zoller, Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN, Leiter Public Affairs

Projektgruppe Lebensmittel

  • Vera Baldo-Tschan, KS/CS, Leitung Public Affairs und Kommunikation / Mitglied der Geschäftsleitung
  • Jürg Bachmann, KS/CS, Präsident
  • Hendrik Fischer, KS/CS, Public Affairs Manager
  • Fanny Rocchi, KS/CS, Leiterin Rechtsdienst
  • Roland Ehrler, SWA-ASA, Direktor
  • Gabrijela Josavac, Coca‑Cola HBC Schweiz AG, Public & Regulatory Affairs Manager
  • Tamara Scheibli, Volg Konsumwaren AG, Leiterin Kommunikation/Werbung
  • Guido Trevisan, Goldbach Group AG, CMO
  • Swiss Pledge

Projektgruppe Aussenwerbung

  • Vera Baldo-Tschan, KS/CS, Leitung Public Affairs und Kommunikation / Mitglied der Geschäftsleitung
  • Jürg Bachmann, KS/CS, Präsident
  • Hendrik Fischer, KS/CS, Public Affairs Manager
  • Fanny Rocchi, KS/CS, Leiterin Rechtsdienst
  • Vincent Antonioli, Debout sur la table Sàrl, Fondateur, associé
  • Markus Ehrle, APG|SGA, Allgemeine Plakatgesellschaft AG, CEO
  • Tom Gibbings, Goldbach Neo OOH AG, CEO
  • Christoph Marty, Goldbach Group AG, CEO
  • Nadja Mühlemann, AWS Aussenwerbung Schweiz, Geschäftsführerin
  • Diego Quintarelli, Goldbach Neo OOH AG, Chief Sales & Marketing Officer - Member Executive Commitee
  • Michelle Sameli, Goldbach Neo OOH AG, Head of Marketing & Communication
  • Guido Trevisan, Goldbach Group AG, CMO

Projektgruppe Geldspiel

  • Hendrik Fischer, KS/CS, Public Affairs Manager
  • Jürg Bachmann, KS/CS, Präsident
  • Marc Friedrich, Schweizer Casino Verband, Geschäftsführer
  • Fanny Rocchi, KS/CS, Leiterin Rechtsdienst

Parlamentarische Gruppe «Markt & Werbung»

  • Gregor Rutz, Nationalrat SVP, ZH
  • Philipp Matthias Bregy, Nationalrat und Fraktionspräsident Die Mitte, VS
  • Erich Ettlin, Ständerat Die Mitte, OW
  • Esther Friedli, Ständerätin SVP, SG
  • Johanna Gapany, Ständerätin FDP, FR
  • Philipp Kutter, Nationalrat Die Mitte, ZH
  • Nicolò Paganini, Nationalrat Die Mitte, SG
  • Werner Salzmann, Ständerat SVP, BE
  • Peter Schillinger, Nationalrat FDP, LU
  • Kris Vietze, Nationalrätin FDP, TG

Prüfungskommission Kommunikationsfachleute

  • Dominik Leonhardt, KS/CS, Präsident der Prüfungskommissionen Kommunikationsfachleute und Kommunikationsleiter
  • Ekaterina Petrova, KS/CS, Leitung Prüfungssekretariat
  • Vincent Antonioli, Debout sur la table, Fondateur, associé
  • Iris Blättler, Qualitätsbeauftragte
  • Stefano Bosia, Sales Advisor, Inhaber
  • Yves Epiney, Shareforce by HR&M Consulting Sàrl, Inhaber, Prüfungsdirektor
  • Andy Hostettler, HH GmbH, Inhaber
  • Ivan Schultheiss, Outdoor Media AG, Marketing Sales Consultant
  • Yasmine Vidal, V-coaching, Job Coach

Prüfungskommission Kommunikationsleiter/in

  • Dominik Leonhardt, KS/CS, Präsident der Prüfungskommissionen Kommunikationsfachleute und Kommunikationsleiter
  • Ekaterina Petrova, KS/CS, Leitung Prüfungssekretariat
  • Iris Blättler, Qualitätsbeauftragte
  • Corinne Druey, Syntagme Lausanne SàRL, Geschäftsführerin
  • Yves Epiney, Shareforce by HR&M Consulting Sàrl, Inhaber, Prüfungsdirektor
  • Alex Josty, Swissmedic, Mediensprecher
  • Laurent Pittet, Pittet Communication SA, Directeur

Regionalkommission Deutschschweiz

  • Alexander Duphorn, Goldbach Media AG, CEO
  • Ella Erogul, PEP Marketing Consulting GmbH, Geschäftsführerin / Partner
  • Dominik Leonhardt, KS/CS, Präsident der Prüfungskommissionen Kommunikationsfachleute und Kommunikationsleiter
  • Ekaterina Petrova, KS/CS, Office Management
  • Sandro Prezzi, PMC Prezzi Media GmbH,Gründer / Partner
  • Moritz Schneider, Mediaschneider AG, CDO

Regionalkommission Westschweiz

  • Vincent Antonioli, Debout sur la table Sàrl, Fondateur Associé, Präsident
  • François Besençon, KS/CS, Gecom, Gestion et Communication Sàrl, Chairman
  • Olivier Chabanel, APG|SGA, Allgemeine Plakatgesellschaft AG, Leiter Partner Management Suisse Romande
  • Fabian Delmonico
  • Anne-Sophie Fioretto, Pacte3F, Co-fondatrice et directrice - bureau conseil
  • Aldina Kasper, Audienzz AG, CEO
  • Vera Katz, Dentsu International Switzerland AG, Managing Director
  • Thierry Kunstmann, Impact Media, Directeur Commercial
  • Anne-Claire Meiller, RTS Radio Television Suisse, Leiterin Sponsoring und Werbung
  • Flavien Matthey, Swisscom (Schweiz) AG, Head of B2B Customer Engagement
  • Frédéric Monthoux, Groupe Mutuel Services SA, Senior Marketing Manager - Pension strategy
  • Patricia Orville, DO! L‘agence SA, Associée, Chef de publicité
  • Julian Pidoux, Philip Morris Switzerland Sàrl, Head of Communications
  • Hélène Spertini, Lausanne Capital Olympique, Head of Communication
  • Laure Violet, Goldbach Neo OOH AG, Direktorin Westschweiz und Tessin
  • Frédéric Zamofing, FZ ACTIVATION, Communication, Media & Activation

Regionalkommission italienische Schweiz

  • Jürg Bachmann, KS/CS, Präsident

Geschäftsstelle KS/CS Kommunikation Schweiz

  • Jürg Bachmann, geschäftsführender Präsident
  • Vera Baldo-Tschan, Leitung Public Affairs und Kommunikation / Mitglied der Geschäftsleitung
  • Fanny Rocchi, Leitung Rechtsdienst
  • Hendrik Fischer, Public Affairs Manager
  • Ekaterina Petrova, Office Management
  • Yasmin Spengler, Leitung IT

Stand: 31.12.2025


Politik-News: Fortschritt bewerben, nicht verbieten!

Aktuell


Baden: Schlussbericht von «Baden ist …ohne Werbung?» veröffentlicht

Statistik

Im vergangenen November führte die Stadt Baden in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ein Pilotprojekt durch, um den Einfluss von Aussenwerbung auf das Konsumverhalten zu untersuchen. Der nun vorliegende Schlussbericht zeigt: Pauschale Werbeverbote stossen mehrheitlich auf Ablehnung. Da 58% der Befragten angaben, bereits heute stark auf ihr Konsumverhalten zu achten, bewirkte das Projekt keine nennenswerte Verhaltensänderung. KS/CS sieht sich in ihrer Argumentation gegen Aussenwerbeverbote bestätigt, kritisiert jedoch das interessengeleitete Forschungsdesign sowie die subjektive Behauptung, dass werbefreie Räume in anderen Städten positive Auswirkungen gezeigt hätten. Dass die Bevölkerung bereits heute sehr bewusst konsumiert, unterstreicht das Argument, dass Konsumentinnen und Konsumenten eigenverantwortliche und durchdachte Kaufentscheidungen treffen, auch aufgrund von Werbung.

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News aus der Branchenwelt


Rostiger Paragraph: Der Preis könnte wieder nach Zürich gehen

Zürich Weinbergstrasse zVg von APG|SGA AG

Jedes Jahr verleiht die IG Freiheit den Satire-Award «Rostiger Paragraph» für das aus ihrer Sicht unsinnigste Gesetz des Jahres. Regelmässig finden sich auch Werbeverbote oder -einschränkungen auf der Nominationsliste, so auch die aktuell hängige Motion für ein Werbeverbot in der Stadt Zürich. Der Vorstoss fordert eine drastische Einschränkung kommerzieller Aussenwerbung indem Werbeflächen reduziert und digitale Bildschirme gänzlich verboten werden sollen. Was offiziell mit Umweltschutz und Konsumreduktion begründet wird, hat handfeste finanzielle Konsequenzen. Werbeflächen im öffentlichen Raum generieren rund 28 Millionen Franken an Einnahmen für die Stadt. Diese müssten schliesslich durch Steuergelder oder Leistungskürzungen im Service public kompensiert werden. Nach den Erneuerungswahlen von Anfang März fokussiert sich KS/CS nun auf die weitere Ausarbeitung der Vorlage durch den Stadtrat.

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Amsterdam: Werbeverbot für Fleisch, Flugreisen und fossile Brennstoffe

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Ab dem 1. Mai soll in der niederländischen Hauptstadt neu ein Werbeverbot im öffentlichen Raum für Fleisch, Flugreisen und fossile Brennstoffe gelten. Doch was als Klimaschutzmassnahme verkauft wird, entpuppt sich für KS/CS als massiver Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und den fairen Wettbewerb. Solange Produkte legal produziert und verkauft werden dürfen, muss es Unternehmen auch erlaubt sein, diese im öffentlichen Raum zu bewerben. Ein Verbot greift unverhältnismässig in die Handels- und Gewerbefreiheit ein. Selbst die Amsterdamer Stadtverwaltung räumt ein, dass die rasche Umsetzung «fast unmöglich» sei, weshalb grosszügige Übergangsfristen eingeräumt werden sollen. Auch in der Schweiz ist das Thema längst angekommen. Im Genfer Kantonsparlament ist derzeit eine Anpassung des Reklamegesetzes hängig, die ein Verbot von Flugwerbung fordert. KS/CS engagiert sich dezidiert gegen solche Verbote.

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Was ist der Stand zur Selbstregulierung im Kindermarketing?

Die Lebensmittelbanche und das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen (BLV) tauschen sich aktuell intensiv über eine mögliche Selbstregulierung im Kindermarketing von bestimmten Lebensmitteln aus. Wieso engagiert sich KS/CS für eine solche Selbstregulierung überhaupt? Und was bedeutet dies für Agenturen, Vermarkter und Medien? In unserem kompakten, deutschsprachigen 15-Minuten-Webinar – ausschliesslich für unsere Mitglieder – bringen wir Licht ins politische Dunkel: verständlich, aktuell und mit Platz für Ihre Fragen.

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Politik-News: Widerstand gegen symbolpolitische Regulierung!

Aktuell


Zürich: Gegner der Aussenwerbung argumentieren neu mit Verkehrssicherheit

Zürich Weinbergstrasse zVg von APG|SGA AG

In der Stadt Zürich bleibt das Tauziehen um die Aussenwerbung ein wichtiges Thema auf der politischen Agenda. Nachdem im März 2025 eine Motion angenommen wurde, die weitreichende Einschränkungen für kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fordert, liegt der Ball nun beim Stadtrat, welcher noch ein Jahr für die Umsetzung Zeit hat. In der Zwischenzeit halten Werbegegnerinnen und Werbegegner den Druck im Gemeinderat weiter hoch, beispielsweise mit einer jüngst eingereichten Interpellation, welche die Verkehrssicherheit von digitalen Werbe-Screens und klassischen Plakaten ins Visier nimmt. Für die Werbebranche steht viel auf dem Spiel. KS/CS verfolgt diese politischen Entwicklungen mit grösster Aufmerksamkeit, indem wir uns nicht nur gegen die ursprüngliche Motion engagieren, sondern auch neue Vorstösse, wie die erwähnte Interpellation, aktiv beobachten. Stets mit dem Ziel, die Bedeutung der Aussenwerbung als wichtigen Wirtschaftsfaktor und Informationsträger in Zürich zu verteidigen.

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News aus Bundesbern


Sondersession: Krankenkassen-Sponsoring im Regulierungsvisier

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Der Nationalrat tritt vom 27. bis 30. April 2026 zu einer Sondersession zusammen. In dieser «Nachholsitzung» oder Verlängerung der ordentlichen Session werden Geschäfte behandelt, die in der vorgängigen ordentlichen Session aus Zeitmangel nicht behandelt werden konnten. Für die Werbebranche relevant ist die Motion 24.4477, welche eine Einschränkung des Sponsorings von Krankenkassen fordert. Künftig soll den Versicherern nur noch die Unterstützung von kleinen, rein lokal verankerten Initiativen gestattet sein. Grössere Partnerschaften im Sport, in der Kultur oder bei nationalen Events stünden damit vor dem Aus. KS/CS empfiehlt die am 28. April traktandierte Motion abzulehnen. Der Motionär räumt selbst ein, dass die Ausgaben für das betroffene Sponsoring nur einen «winzigen Anteil» der Gesamtausgaben der Versicherer ausmachen. Umso weniger erscheint das geforderte Verbot notwendig oder verhältnismässig.

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News aus der Branchenwelt


Berlin: Debatte um den öffentlichen Raum erreicht die deutsche Hauptstadt

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Auch in Deutschland wird hitzig über die Aussenwerbung diskutiert. In Berlin läuft bis am 8. Mai 2026 die Sammlung von 240'000 Unterschriften für das Volksbegehren «Berlin Werbefrei». Sollte die Sammlung erfolgreich sein, strebt die Initiative eine Volksabstimmung über das sogenannte «Werberegulierungsgesetz» an. Diese soll zeitgleich mit der Abgeordnetenhauswahl im Jahr 2026 stattfinden und würde das Thema am Wahltag ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit setzen. Der Gesetzesentwurfsieht verschärfte Regeln und vage Verbotsklauseln für die Aussenwerbung vor. So sollen Werbeflächen verboten werden, wenn diese beispielsweise «Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs» gefährden, den «freien Blick auf Grünflächen oder historische Fassaden» beeinträchtigen oder «störend» seien. KS/CS beobachtet die Entwicklungen in Deutschland mit Sorge. Subjektive Kriterien, welche in willkürlichen Regelungen resultieren, sind stets abzulehnen. In Hamburg wurde 2025 ein identisches Begehren lanciert, dieses scheiterte jedoch an der Unterschriftensammlung. 

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Was ist der Stand zur Selbstregulierung im Kindermarketing?

Die Lebensmittelbanche und das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen (BLV) tauschen sich aktuell intensiv über eine mögliche Selbstregulierung im Kindermarketing von bestimmten Lebensmitteln aus. Wieso engagiert sich KS/CS für eine solche Selbstregulierung überhaupt? Und was bedeutet dies für Agenturen, Vermarkter und Medien? In unserem kompakten, deutschsprachigen 15-Minuten-Webinar – ausschliesslich für unsere Mitglieder – bringen wir Licht ins politische Dunkel: verständlich, aktuell und mit Platz für Ihre Fragen.

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Politik-News: Werbepolitischer Frühling nimmt Fahrt auf

Aktuell


Gemeinderat von Bern hält nichts von Werbeverbot für Flugreisen und Autos

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Der Berner Stadtrat (Legislative) nahm im September 2023 ein Postulat an, welches forderte, dass zukünftig keine Aussenwerbung mehr für Flugreisen, Airlines und Autos gemacht werden dürfe. Der Gemeinderat (Exekutive) hat nun in seinem Bericht festgehalten, dass der Vorstoss nicht umgesetzt wird. Dies insbesondere aufgrund der «erheblichen Abgrenzungsschwierigkeiten», da der Vorstoss keine Unterscheidung zwischen Antriebsstoffen macht und nicht alle Angebote formal direkt unter Flug- oder Autowerbung fallen (z.B. Werbung für Ferienmessen oder den Swiss Caravan Salon). Die Zuordnung und Kontrolle wäre laut Gemeinderat zudem nur mit «erheblichem bürokratischen Aufwand» umsetzbar. KS/CS begrüsst den Entscheid grundsätzlich, lehnt aber die Argumentation des Gemeinderats klar ab, dass Aussenwerbeverbote sich auf das öffentliche Interesse des Klimaschutzes stützen könnten. Der Vorstoss ist somit erledigt.

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News aus Bundesbern


KVF-N bleibt auf Kurs: Politische Radiowerbung soll erlaubt werden

Radio 2

Nachdem die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S) im Januar 2026 der parlamentarischen Initiative Matter 24.466 keine Zustimmung geben wollte, beriet nun die Nationalratskommission ein zweites Mal über das Geschäft. Kern des Vorstosses ist die Forderung, privaten Rundfunkanbietern künftig die Schaltung von politischer Werbung zu ermöglichen. Für die Branche wäre dies ein entscheidender Schritt, da eine Zulassung nicht nur eine bestehende Marktlücke schliessen, sondern den privaten Radio- und Fernsehsendern dringen benötigte Zusatzeinnahmen verschaffen würde. Aus Sicht von KS/CS ist die bisherige Ablehnung durch die KVF-S nicht stichhaltig. Das Argument, dass private konzessionierte Anbieter bereits einen signifikanten Teil ihrer Finanzierung aus Abgabegeldern beziehen, greift zu kurz. Rund die Hälfte der privaten Radio- und TV-Anbieter erhalten nämlich keinen Abgabenanteil und finanzieren sich allein durch Werbung. Umso erfreulicher ist es, dass die KVF-N der Logik der Schwesterkommission nicht gefolgt ist. Als nächstes wird das Geschäft im Nationalrat behandelt. Wir werden den Prozess weiterhin eng begleiten und uns dafür einsetzen, dass diese Liberalisierung zugunsten der privaten Medienlandschaft umgesetzt wird.

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News aus der Branchenwelt


Rekordjahr für die Werbe-Selbstkontrolle: Die SLK zieht Bilanz

Gesetz schmal

Im Jahr 2025 behandelte die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) 240 Beschwerden, so viele wie noch nie zuvor. Damit zeigt sich, dass sich das Beschwerdeverfahren der SLK bewährt und deren Entscheide beachtet werden. Als Trägerin unterstützt auch KS/CS das neutrale, unabhängige Selbstkontrollorgan der Werbebranche mit Überzeugung. Die Arbeit der SLK ist zudem auch zentral in unserer politischen Argumentation: In Debatten gegen drohende Werbeverbote weisen wir auf die Effizienz und die wichtige Regulierungsfunktion hin, welche die Branche durch die SLK eigenverantwortlich übernimmt. Spannende Entscheide und Informationen finden sich im neusten Tätigkeitsbericht

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Neues von KS/CS Kommunikation Schweiz

🗳️ Politische Entscheide im ersten Quartal

Zunächst sticht die Abstimmung über die Halbierungsinitiative hervor, über die das Volk am 08. März befand. Dazu konnte man im Vorfeld geteilter Meinung sein. Die Werbeplätze der SRG sind aber ein wichtiges Element im Schweizer Werbemarkt. Die Halbierungsinitiative hätte sie bedroht. Wir sind deshalb zufrieden mit dem klaren Volksentscheid.  

Wichtig war auch die Vernehmlassung zum neuen Gesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG), die der Bundesrat letztes Jahr eröffnet hat. Auch wir von KS/CS haben dazu Stellung genommen, was Sie hier ausführlich nachlesen können. Wir begrüssen den Vorschlag grundsätzlich, haben aber verschiedene Anmerkungen angebracht. Wir finden es richtig, wenn grosse, internationale Techplattformen stärker in die Pflicht genommen werden, um die Transparenz und Verantwortlichkeit der digitalen Kommunikation zu erhöhen. Gleichzeitig gilt es, Überregulierungen zu vermeiden. 

In der Frühjahressession hat der Nationalrat die Motion 25.4363 zur «Ratifizierung der WHO-Tabakkonvention» deutlich abgelehnt. Auch KS/CS hat sich dagegen ausgesprochen und sich im Vorfeld entsprechend dagegen stark gemacht. Mit der Ablehnung ist dieses Geschäft nun erledigt.  

Bis zur Sonder- und dann Sommersession finden wieder einige Kommissionssitzungen statt, die wir genau verfolgen, falls werberelevante Geschäfte traktandiert werden. Bei Bedarf bedienen wir die Parlamentarierinnen und Parlamentarier jeweils mit unsere Positionsblättern. Wir halten Sie immer über unseren politischen Newsletter, der alle zwei Wochen erscheint, auf dem Laufenden. Hier anmelden!  

👀 Was bedeuten die Zürcher Wahlergebnisse für die Aussenwerbung?

Schliesslich haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Zürich an 08. März den Gemeinderat und den Stadtrat neu gewählt. Leider gelang es nicht, die linke Ratsmehrheit zu brechen. Das Hochbaudepartement, welches für die Umsetzung der Motion GR Nr. 2024/178 (Verbot der digitalen und Reduktion der analogen Aussenwerbung) zuständig ist, wird neu unter den gewählten Stadträten verteilt. Dieser Entscheid ist für uns ausschlaggebend. Der Zürcher Stadtrat gibt die Departementsverteilung voraussichtlich im Mai bekannt. KS/CS wird den Entscheid genau verfolgen. 

📅 Einladung zur KS/CS-Mitgliederversammlung 2026

Am 19. Mai findet ab 13.45 Uhr im Casino Bern die jährliche Mitgliederversammlung von KS/CS statt. Im anschliessenden, öffentlichen Fachteil wird Bundesrat Albert Rösti eine Grussbotschaft an die Anwesenden richten. Der Präsident der Parlamentarischen Gruppe «Markt und Werbung», Nationalrat Gregor Rutz wird von der parlamentarischen Arbeit berichten und Verlegerpräsident Andrea Masüger wird ein Kurzreferat zum Thema «Publizistik und Werbung» halten. Die Präsentation der Werbestatistik durch Roland Ehrler, Direktor SWA, wird den Abschluss des Nachmittags bilden. Ich freue mich, viele von Ihnen dort zu treffen. Hier anmelden.


Politik-News: Wichtige Weichenstellungen für die Schweizer Werbebranche!

Aktuell


Volksabstimmung: Nein zur SRG-Initiative

TV2 Kopie

Am Abstimmungssonntag vom 8. März 2026 sprachen sich die Stimmbevölkerung und alle Kantone gegen eine Gebührensenkung aus. Die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» wurde deutlich abgelehnt, was KS/CS freut. Denn der Mittelabbau hätte nicht nur das Informationsangebot massiv einschränkt, sondern hätte auch direkte Auswirkungen auf den hiesigen Werbemarkt, welcher von einem starken öffentlichen sowie privaten Medienumfeld profitiert. KS/CS verfolgt aktuell noch rund 10 weitere Geschäfte in der Medienpolitik, die einen indirekten oder direkten Einfluss auf die Werbebranche hätten. Es gibt also weiterhin viel zu tun!

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News aus Bundesbern


Eidgenössische Session neigt sich dem Ende zu

Bundeshaus bei Nacht

Für die Frühjahressession ist die Motion 25.4363 "Ratifizierung der WHO-Tabakkonvention" im Nationalrat geplant. Zum Publikationszeitpunkt dieses Newsletters hat die grosse Kammer aber noch nicht darüber entschieden. Mit der Motion wird gefordert, dass die Schweiz das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (Framework Convention on Tobacco Control; FCTC) ratifiziert. KS/CS hat sich im Vorfeld für eine Ablehnung stark gemacht, denn mit einer solchen Ratifizierung müssten die sorgfältig ausgearbeiteten Regelungen des neuen Tabakproduktegesetzes, die teilweise noch gar nicht in Kraft getreten sind, erneut angepasst werden – und zwar dieses Mal nicht im Sinne des Schweizer Volkswillens, sondern zur Umsetzung internationaler Vorgaben. KS/CS beobachtet das Geschäft weiterhin sehr genau.

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News aus der Branchenwelt


Wer übernimmt das Zürcher Hochbaudepartement (HBD)?

Zürich Weinbergstrasse zVg von APG|SGA AG

Nebst den nationalen Abstimmungen wurde am 8. März unter anderem auch in der Stadt Zürich auf legislativer und exekutiver Ebene gewählt. Die Wahlergebnisse haben für viele Diskussionen gesorgt: Die Regierung bleibt nicht nur links, sondern sie wird noch linker als sie bis anhin schon war. Von den insgesamt neun Sitzen gehören neu vier Sitze der SP, drei den Grünen, einer der GLP und einer der FDP. Das Hochbaudepartement, welches für die Umsetzung der Motion GR Nr. 2024/178 "Reklame im öffentlichen Raum, Reduktion der Flächen und Verzicht auf Reklame mit dynamischem Inhalt, Erlass einer Verordnung" zuständig ist, wird neu unter den Gewählten verteilt. Dieser Entscheid ist somit für die Werbebranche sehr wichtig. Der Zürcher Stadtrat gibt die Departementsverteilung voraussichtlich im Mai bekannt. KS/CS wird den Entscheid genau verfolgen und Sie natürlich wie immer auf dem Laufenden behalten.

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Politik-News: Werbung «Made in Switzerland»

Aktuell


Volksabstimmung: Am 8. März wird über die SRG-Initiative entschieden

TV2 Kopie

Am 8. März 2026 entscheidet die Stimmbevölkerung an der Urne über eine Vorlage, die weit über eine reine Gebührenfrage hinausgeht. Die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» gefährdet im Kern die Vielfalt und Qualität unserer nationalen Medienlandschaft. Ein radikaler Abbau der Mittel würde nicht nur das Informationsangebot massiv einschränken, sondern hätte auch direkte Auswirkungen auf den hiesigen Werbemarkt, welcher von einem starken öffentlichen sowie privaten Medienumfeld profitiert. Wenn Reichweiten wegbrechen und bewährte Kanäle geschwächt werden, verschwinden wertvolle Werbeplätze, die gerade für nationale Kampagnen und lokale Identität unverzichtbar sind. Wir sind überzeugt: Eine Schwächung des medialen Service public schadet letztlich allen, von Medienschaffenden bis hin zu Unternehmen, die auf ein stabiles, qualitativ hochwertiges Werbeumfeld angewiesen sind. Stimmen Sie ebenfalls noch heute über die betreffende Vorlage ab!

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News aus Bundesbern


Leistungsschutzrecht: Warum der Nationalrat die Repeat-Taste drückt

Bundeshaus 6.5

Der Nationalrat schickt am ersten Sessionstag den Leistungsschutz für Medien auf eine Zusatzrunde. Ursprünglich ging es bei der Vorlage vor allem darum, grosse Tech-Plattformen dazu zu verpflichten, Schweizer Medienhäuser finanziell zu entschädigen, wenn sie deren Inhalte (z.B. Textausschnitte in Suchresultaten) anzeigen. Seit der Ausarbeitung des Entwurfs zeigt sich laut dem Nationalrat, dass ein Gesetz ohne explizite Regeln für KI-Anbieter heute zu kurz greife. Deshalb soll der Bundesrat nun die Vorlage überarbeiten und das Anliegen der Motion Gössi (24.4596) integrieren. Das Geschäft geht als nächstes in den Ständerat. Wir werden die Entwicklung weiterhin verfolgen. Werbekampagnen und journalistische Umfelder, in denen Werbung platziert wird, basieren auf hochwertigem Content. Es gilt nun eine Balance zwischen Leistungsschutz und der Förderung von Innovation zu finden.

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News aus der Branchenwelt


Petition gegen betrügerische Onlinewerbung eingereicht

Phone

Der Konsumentenschutz und die Digitale Gesellschaft haben am Montag eine Petition bei der Bundeskanzlei eingereicht, welche strengere Regeln gegen betrügerische Werbung auf Plattformen wie YouTube, Instagram und TikTok fordert. Mit dem neuen Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) will der Bundesrat die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer stärken und sehr grosse Kommunikationsplattformen sowie Suchmaschinen zu mehr Fairness und Transparenz verpflichten. Auch KS/CS beanstandet in ihrer Stellungnahme zum KomPG, dass sich der Vorschlag des Bundesrats derzeit bloss auf eine Auswahl von strafrechlichen Tatbeständen beschränkt und betrügerische Werbung wie z.B. Online-Anlagebetrug aktuell nicht berücksichtigt. KS/CS wird die Petition im Auge behalten.

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Politik-News: Gleiche lange Spiesse für den Schweizer Werbemarkt!

Aktuell


KomPG: Gleiche Rahmenbedingungen für alle im Werbemarkt!

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Mit dem neuen Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) will der Bundesrat die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer stärken und sehr grosse Kommunikationsplattformen sowie Suchmaschinen zu mehr Fairness und Transparenz verpflichten. Die Vernehmlassung dazu ging kürzlich zu Ende. Der Gesetzesentwurf beinhaltet diverse Aspekte der Werbung, beispielsweise ein geplantes Meldeverfahren von rechtswidrigen Werbeinhalten, Kennzeichnungspflichten oder die Implementierung eines Werbearchivs. KS/CS fordert, dass für alle Teilnehmenden, die auf vergleichbare Weise am Schweizer Werbemarkt tätig sind, die gleichen Regeln gelten. Die Plattformen und Suchmaschinen bestimmen durch ihre quasi Monopolstellung die Spielregeln. Schweizer Werbeakteure sind abhängig von diesen Plattformen, ohne Einsicht auf die Auswirkungen der Tätigkeiten der Plattformen zu haben. KS/CS weist auch auf die Problematik der illegalen Online-Werbung hin. Die Einführung von Schweizer Anlaufstellen und Rechtsvertretungen sind für eine greifende Umsetzung des Gesetzes unabdingbar. Hier finden Sie die ganze KS/CS-Stellungnahme. 

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News aus Bundesbern


Die Frühjahressession steht vor der Tür!

Bundeshaus 6.5

Die definitiven Programme der kommenden Session sind veröffentlicht und KS/CS hat diese nach werberelevanten Vorstössen durchforstet. Dabei beschäftigt uns aktuell die Motion 25.4363 «Ratifizierung der WHO-Tabakkonvention», welche fordert, dass die Schweiz das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs ratifiziert. Die darin vorgesehenen Massnahmen gehen sehr weit. KS/CS setzt sich dafür ein, dass in der Schweiz weiterhin der eigene Gesetzgebungsprozess bewahrt wird, in dem das nationale Parlament auf demokratischem Weg über Gesetze entscheidet. Gerade erst sind das neue Tabakproduktegesetz sowie die dazugehörige Verordnung, an denen über Jahre hinweg im demokratischen Gesetzgebungsverfahren gearbeitet wurde, rechtskräftig geworden. Aufgrund der Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» werden die Regelungen derzeit zudem bereits teilweise revidiert, um den Volkswillen weiterführend umzusetzen. Aus diesen Gründen empfiehlt KS/CS die Motion, welche am 12. März im Nationalrat traktandiert ist, zur Ablehnung.

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News aus der Branchenwelt


Baden ohne Werbung? So beurteilt der Regierungsrat die Kampagne

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Im vergangenen Herbst sorgte die Anti-Werbekampagne der Stadt Baden für Schlagzeilen in der ganzen Schweiz, auch KS/CS nahm das Thema in einer Ausgabe von «Politik-News» auf. Der Slogan, der auf dreizehn Werbeflächen in der Innenstadt zu lesen war, lautete: «Baden ist. Ohne Werbung?». Darauf reichte Adrian Schoop (FDP Aargau) auf Kantonsebene eine Interpellation beim Regierungsrat ein. Auf die Frage, ob Werbung im öffentlichen Raum ein legitimer Ausdruck der Wirtschaftsfreiheit und Meinungsäusserung sei, antwortete der Regierungsrat: «Staatliche Eingriffe sollten grundsätzlich immer mit Zurückhaltung erfolgen» und Werbung sei wichtig für die lokale Wirtschaft. KS/CS wird kommunale politische Entwicklungen auch in Baden weiterhin genau beobachten und sich für die Wirtschafts- und Werbefreiheit einsetzen.

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