Politik-News: Für eine starke Werbevielfalt
Aktuell
Werbeverbote für Flugreisen: Symbolpolitik auf Kosten der lokalen Wirtschaft
Letzte Woche wurde im Zürcher Gemeinderat ein neues Postulat eingereicht, welches Werbeverbote für Flugreisen und Werbung, die implizit eine Flugreise beinhalten (z.B. Ferien in Übersee, Vielfliegerprogramme etc.) auf städtischem Gebiet fordert. Der Vorstoss ist kein Einzelfall: Auch im Genfer Kantonsparlament befindet sich ein Vorstoss für eine Gesetzesänderung im politischen Prozess und in Basel-Stadt wurde bereits eine Anfrage abschliessend diskutiert. Die Werbeverbote sind jeweils sehr weitreichend und würden den Wirtschaftszweig massiv belasten, ohne dass ein klarer ökologischer Nutzen belegt ist. Wenn Fluggesellschaften nicht mehr auf städtischen Plakatstellen werben dürfen, wandern die Budgets unweigerlich in den digitalen Raum ab. Werbegelder fliessen statt in die Kassen von Kanton und Gemeinden direkt zu internationalen Plattformen, ohne dass auch nur ein Flug weniger gebucht wird.
News aus Bundesbern
Das Heft in der Hand behalten: Selbstregulierung statt Werbeverbote
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat kürzlich den Aktionsplan 2025-2028 veröffentlicht. Damit wird die Schweizer Ernährungsstrategie operativ konkretisiert. Ein zentraler Pfeiler dieser Strategie ist die Einbindung der Lebensmittelwirtschaft, insbesondere durch die freiwillige Selbstregulierung von Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet. KS/CS vertritt in diesem Prozess die Interessen der Werbebranche. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern sitzen wir mit Swiss Pledge und dem BLV am runden Tisch, um wirtschaftlich realistische Verpflichtungen auszuarbeiten. An Kinder unter 13 Jahre gerichtete Werbung für Produkte, die spezifische Nährwertstandards nicht erfüllen, soll eingeschränkt werden dürfen. Für KS/CS ist eine abgestimmte Selbstregulierung aktuell der effektivste Weg, um eine starre, gesetzliche Überregulierung vorzubeugen und die unternehmerische Gestaltungsfreiheit für das nächste Jahrzehnt zu wahren. Am 26. Mai findet der zweite technische runde Tisch des BLV statt, bei dem wir die Fragen, Unklarheiten und Bedenken der Branche einbringen werden.
News aus der Branchenwelt
Bern werbefrei? Nach der Motion ist vor der Initiative
Kaum wurde eine Motion in der Stadt Bern für ein Verbot kommerzieller Aussenwerbung endgültig abgeschrieben, formiert sich bereits neuer Widerstand von der Alternativen Linken Bern. Die Initiative «Bern Werbefrei» verlangt nun ein nahezu vollständiges Verbot von kommerzieller Werbung auf öffentlichem Grund. Die Initiantinnen und Initianten zielen dabei auf sogenannte «Fremdreklame» ab. Konkret sollen Plakatwerbung und Bildschirme für kommerzielle Produkte und Dienstleistungen ohne «örtlichen Bezug» auf dem gesamten Berner Stadtgebiet nicht mehr bewilligungsfähig sein. Ob dann der Bäcker in der Altstadt nur noch vor der eigenen Ladentür aber nicht im Nachbarquartier werben darf? Aktuell läuft die Sammelfrist für die notwendigen 5'000 Unterschriften. KS/CS engagiert sich weiterhin konsequent für die Freiheit der kommerziellen Kommunikation und für einen lebendigen, urbanen Raum einzusetzen, der auch Platz für Werbung und Wirtschaft bietet.
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Politik-News: Fortschritt bewerben, nicht verbieten!
Aktuell
Baden: Schlussbericht von «Baden ist …ohne Werbung?» veröffentlicht
Im vergangenen November führte die Stadt Baden in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ein Pilotprojekt durch, um den Einfluss von Aussenwerbung auf das Konsumverhalten zu untersuchen. Der nun vorliegende Schlussbericht zeigt: Pauschale Werbeverbote stossen mehrheitlich auf Ablehnung. Da 58% der Befragten angaben, bereits heute stark auf ihr Konsumverhalten zu achten, bewirkte das Projekt keine nennenswerte Verhaltensänderung. KS/CS sieht sich in ihrer Argumentation gegen Aussenwerbeverbote bestätigt, kritisiert jedoch das interessengeleitete Forschungsdesign sowie die subjektive Behauptung, dass werbefreie Räume in anderen Städten positive Auswirkungen gezeigt hätten. Dass die Bevölkerung bereits heute sehr bewusst konsumiert, unterstreicht das Argument, dass Konsumentinnen und Konsumenten eigenverantwortliche und durchdachte Kaufentscheidungen treffen, auch aufgrund von Werbung.
News aus der Branchenwelt
Rostiger Paragraph: Der Preis könnte wieder nach Zürich gehen
Jedes Jahr verleiht die IG Freiheit den Satire-Award «Rostiger Paragraph» für das aus ihrer Sicht unsinnigste Gesetz des Jahres. Regelmässig finden sich auch Werbeverbote oder -einschränkungen auf der Nominationsliste, so auch die aktuell hängige Motion für ein Werbeverbot in der Stadt Zürich. Der Vorstoss fordert eine drastische Einschränkung kommerzieller Aussenwerbung indem Werbeflächen reduziert und digitale Bildschirme gänzlich verboten werden sollen. Was offiziell mit Umweltschutz und Konsumreduktion begründet wird, hat handfeste finanzielle Konsequenzen. Werbeflächen im öffentlichen Raum generieren rund 28 Millionen Franken an Einnahmen für die Stadt. Diese müssten schliesslich durch Steuergelder oder Leistungskürzungen im Service public kompensiert werden. Nach den Erneuerungswahlen von Anfang März fokussiert sich KS/CS nun auf die weitere Ausarbeitung der Vorlage durch den Stadtrat.
Amsterdam: Werbeverbot für Fleisch, Flugreisen und fossile Brennstoffe
Ab dem 1. Mai soll in der niederländischen Hauptstadt neu ein Werbeverbot im öffentlichen Raum für Fleisch, Flugreisen und fossile Brennstoffe gelten. Doch was als Klimaschutzmassnahme verkauft wird, entpuppt sich für KS/CS als massiver Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und den fairen Wettbewerb. Solange Produkte legal produziert und verkauft werden dürfen, muss es Unternehmen auch erlaubt sein, diese im öffentlichen Raum zu bewerben. Ein Verbot greift unverhältnismässig in die Handels- und Gewerbefreiheit ein. Selbst die Amsterdamer Stadtverwaltung räumt ein, dass die rasche Umsetzung «fast unmöglich» sei, weshalb grosszügige Übergangsfristen eingeräumt werden sollen. Auch in der Schweiz ist das Thema längst angekommen. Im Genfer Kantonsparlament ist derzeit eine Anpassung des Reklamegesetzes hängig, die ein Verbot von Flugwerbung fordert. KS/CS engagiert sich dezidiert gegen solche Verbote.
Was ist der Stand zur Selbstregulierung im Kindermarketing?

Die Lebensmittelbanche und das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen (BLV) tauschen sich aktuell intensiv über eine mögliche Selbstregulierung im Kindermarketing von bestimmten Lebensmitteln aus. Wieso engagiert sich KS/CS für eine solche Selbstregulierung überhaupt? Und was bedeutet dies für Agenturen, Vermarkter und Medien? In unserem kompakten, deutschsprachigen 15-Minuten-Webinar – ausschliesslich für unsere Mitglieder – bringen wir Licht ins politische Dunkel: verständlich, aktuell und mit Platz für Ihre Fragen.
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Politik-News: Widerstand gegen symbolpolitische Regulierung!
Aktuell
Zürich: Gegner der Aussenwerbung argumentieren neu mit Verkehrssicherheit
In der Stadt Zürich bleibt das Tauziehen um die Aussenwerbung ein wichtiges Thema auf der politischen Agenda. Nachdem im März 2025 eine Motion angenommen wurde, die weitreichende Einschränkungen für kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fordert, liegt der Ball nun beim Stadtrat, welcher noch ein Jahr für die Umsetzung Zeit hat. In der Zwischenzeit halten Werbegegnerinnen und Werbegegner den Druck im Gemeinderat weiter hoch, beispielsweise mit einer jüngst eingereichten Interpellation, welche die Verkehrssicherheit von digitalen Werbe-Screens und klassischen Plakaten ins Visier nimmt. Für die Werbebranche steht viel auf dem Spiel. KS/CS verfolgt diese politischen Entwicklungen mit grösster Aufmerksamkeit, indem wir uns nicht nur gegen die ursprüngliche Motion engagieren, sondern auch neue Vorstösse, wie die erwähnte Interpellation, aktiv beobachten. Stets mit dem Ziel, die Bedeutung der Aussenwerbung als wichtigen Wirtschaftsfaktor und Informationsträger in Zürich zu verteidigen.
News aus Bundesbern
Sondersession: Krankenkassen-Sponsoring im Regulierungsvisier
Der Nationalrat tritt vom 27. bis 30. April 2026 zu einer Sondersession zusammen. In dieser «Nachholsitzung» oder Verlängerung der ordentlichen Session werden Geschäfte behandelt, die in der vorgängigen ordentlichen Session aus Zeitmangel nicht behandelt werden konnten. Für die Werbebranche relevant ist die Motion 24.4477, welche eine Einschränkung des Sponsorings von Krankenkassen fordert. Künftig soll den Versicherern nur noch die Unterstützung von kleinen, rein lokal verankerten Initiativen gestattet sein. Grössere Partnerschaften im Sport, in der Kultur oder bei nationalen Events stünden damit vor dem Aus. KS/CS empfiehlt die am 28. April traktandierte Motion abzulehnen. Der Motionär räumt selbst ein, dass die Ausgaben für das betroffene Sponsoring nur einen «winzigen Anteil» der Gesamtausgaben der Versicherer ausmachen. Umso weniger erscheint das geforderte Verbot notwendig oder verhältnismässig.
News aus der Branchenwelt
Berlin: Debatte um den öffentlichen Raum erreicht die deutsche Hauptstadt
Auch in Deutschland wird hitzig über die Aussenwerbung diskutiert. In Berlin läuft bis am 8. Mai 2026 die Sammlung von 240'000 Unterschriften für das Volksbegehren «Berlin Werbefrei». Sollte die Sammlung erfolgreich sein, strebt die Initiative eine Volksabstimmung über das sogenannte «Werberegulierungsgesetz» an. Diese soll zeitgleich mit der Abgeordnetenhauswahl im Jahr 2026 stattfinden und würde das Thema am Wahltag ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit setzen. Der Gesetzesentwurfsieht verschärfte Regeln und vage Verbotsklauseln für die Aussenwerbung vor. So sollen Werbeflächen verboten werden, wenn diese beispielsweise «Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs» gefährden, den «freien Blick auf Grünflächen oder historische Fassaden» beeinträchtigen oder «störend» seien. KS/CS beobachtet die Entwicklungen in Deutschland mit Sorge. Subjektive Kriterien, welche in willkürlichen Regelungen resultieren, sind stets abzulehnen. In Hamburg wurde 2025 ein identisches Begehren lanciert, dieses scheiterte jedoch an der Unterschriftensammlung.
Was ist der Stand zur Selbstregulierung im Kindermarketing?

Die Lebensmittelbanche und das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen (BLV) tauschen sich aktuell intensiv über eine mögliche Selbstregulierung im Kindermarketing von bestimmten Lebensmitteln aus. Wieso engagiert sich KS/CS für eine solche Selbstregulierung überhaupt? Und was bedeutet dies für Agenturen, Vermarkter und Medien? In unserem kompakten, deutschsprachigen 15-Minuten-Webinar – ausschliesslich für unsere Mitglieder – bringen wir Licht ins politische Dunkel: verständlich, aktuell und mit Platz für Ihre Fragen.
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Politik-News: Werbepolitischer Frühling nimmt Fahrt auf
Aktuell
Gemeinderat von Bern hält nichts von Werbeverbot für Flugreisen und Autos
Der Berner Stadtrat (Legislative) nahm im September 2023 ein Postulat an, welches forderte, dass zukünftig keine Aussenwerbung mehr für Flugreisen, Airlines und Autos gemacht werden dürfe. Der Gemeinderat (Exekutive) hat nun in seinem Bericht festgehalten, dass der Vorstoss nicht umgesetzt wird. Dies insbesondere aufgrund der «erheblichen Abgrenzungsschwierigkeiten», da der Vorstoss keine Unterscheidung zwischen Antriebsstoffen macht und nicht alle Angebote formal direkt unter Flug- oder Autowerbung fallen (z.B. Werbung für Ferienmessen oder den Swiss Caravan Salon). Die Zuordnung und Kontrolle wäre laut Gemeinderat zudem nur mit «erheblichem bürokratischen Aufwand» umsetzbar. KS/CS begrüsst den Entscheid grundsätzlich, lehnt aber die Argumentation des Gemeinderats klar ab, dass Aussenwerbeverbote sich auf das öffentliche Interesse des Klimaschutzes stützen könnten. Der Vorstoss ist somit erledigt.
News aus Bundesbern
KVF-N bleibt auf Kurs: Politische Radiowerbung soll erlaubt werden
Nachdem die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S) im Januar 2026 der parlamentarischen Initiative Matter 24.466 keine Zustimmung geben wollte, beriet nun die Nationalratskommission ein zweites Mal über das Geschäft. Kern des Vorstosses ist die Forderung, privaten Rundfunkanbietern künftig die Schaltung von politischer Werbung zu ermöglichen. Für die Branche wäre dies ein entscheidender Schritt, da eine Zulassung nicht nur eine bestehende Marktlücke schliessen, sondern den privaten Radio- und Fernsehsendern dringen benötigte Zusatzeinnahmen verschaffen würde. Aus Sicht von KS/CS ist die bisherige Ablehnung durch die KVF-S nicht stichhaltig. Das Argument, dass private konzessionierte Anbieter bereits einen signifikanten Teil ihrer Finanzierung aus Abgabegeldern beziehen, greift zu kurz. Rund die Hälfte der privaten Radio- und TV-Anbieter erhalten nämlich keinen Abgabenanteil und finanzieren sich allein durch Werbung. Umso erfreulicher ist es, dass die KVF-N der Logik der Schwesterkommission nicht gefolgt ist. Als nächstes wird das Geschäft im Nationalrat behandelt. Wir werden den Prozess weiterhin eng begleiten und uns dafür einsetzen, dass diese Liberalisierung zugunsten der privaten Medienlandschaft umgesetzt wird.
News aus der Branchenwelt
Rekordjahr für die Werbe-Selbstkontrolle: Die SLK zieht Bilanz
Im Jahr 2025 behandelte die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) 240 Beschwerden, so viele wie noch nie zuvor. Damit zeigt sich, dass sich das Beschwerdeverfahren der SLK bewährt und deren Entscheide beachtet werden. Als Trägerin unterstützt auch KS/CS das neutrale, unabhängige Selbstkontrollorgan der Werbebranche mit Überzeugung. Die Arbeit der SLK ist zudem auch zentral in unserer politischen Argumentation: In Debatten gegen drohende Werbeverbote weisen wir auf die Effizienz und die wichtige Regulierungsfunktion hin, welche die Branche durch die SLK eigenverantwortlich übernimmt. Spannende Entscheide und Informationen finden sich im neusten Tätigkeitsbericht.
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Neues von KS/CS Kommunikation Schweiz
🗳️ Politische Entscheide im ersten Quartal
Zunächst sticht die Abstimmung über die Halbierungsinitiative hervor, über die das Volk am 08. März befand. Dazu konnte man im Vorfeld geteilter Meinung sein. Die Werbeplätze der SRG sind aber ein wichtiges Element im Schweizer Werbemarkt. Die Halbierungsinitiative hätte sie bedroht. Wir sind deshalb zufrieden mit dem klaren Volksentscheid.
Wichtig war auch die Vernehmlassung zum neuen Gesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG), die der Bundesrat letztes Jahr eröffnet hat. Auch wir von KS/CS haben dazu Stellung genommen, was Sie hier ausführlich nachlesen können. Wir begrüssen den Vorschlag grundsätzlich, haben aber verschiedene Anmerkungen angebracht. Wir finden es richtig, wenn grosse, internationale Techplattformen stärker in die Pflicht genommen werden, um die Transparenz und Verantwortlichkeit der digitalen Kommunikation zu erhöhen. Gleichzeitig gilt es, Überregulierungen zu vermeiden.
In der Frühjahressession hat der Nationalrat die Motion 25.4363 zur «Ratifizierung der WHO-Tabakkonvention» deutlich abgelehnt. Auch KS/CS hat sich dagegen ausgesprochen und sich im Vorfeld entsprechend dagegen stark gemacht. Mit der Ablehnung ist dieses Geschäft nun erledigt.
Bis zur Sonder- und dann Sommersession finden wieder einige Kommissionssitzungen statt, die wir genau verfolgen, falls werberelevante Geschäfte traktandiert werden. Bei Bedarf bedienen wir die Parlamentarierinnen und Parlamentarier jeweils mit unsere Positionsblättern. Wir halten Sie immer über unseren politischen Newsletter, der alle zwei Wochen erscheint, auf dem Laufenden. Hier anmelden!
👀 Was bedeuten die Zürcher Wahlergebnisse für die Aussenwerbung?
Schliesslich haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Zürich an 08. März den Gemeinderat und den Stadtrat neu gewählt. Leider gelang es nicht, die linke Ratsmehrheit zu brechen. Das Hochbaudepartement, welches für die Umsetzung der Motion GR Nr. 2024/178 (Verbot der digitalen und Reduktion der analogen Aussenwerbung) zuständig ist, wird neu unter den gewählten Stadträten verteilt. Dieser Entscheid ist für uns ausschlaggebend. Der Zürcher Stadtrat gibt die Departementsverteilung voraussichtlich im Mai bekannt. KS/CS wird den Entscheid genau verfolgen.
📅 Einladung zur KS/CS-Mitgliederversammlung 2026
Am 19. Mai findet ab 13.45 Uhr im Casino Bern die jährliche Mitgliederversammlung von KS/CS statt. Im anschliessenden, öffentlichen Fachteil wird Bundesrat Albert Rösti eine Grussbotschaft an die Anwesenden richten. Der Präsident der Parlamentarischen Gruppe «Markt und Werbung», Nationalrat Gregor Rutz wird von der parlamentarischen Arbeit berichten und Verlegerpräsident Andrea Masüger wird ein Kurzreferat zum Thema «Publizistik und Werbung» halten. Die Präsentation der Werbestatistik durch Roland Ehrler, Direktor SWA, wird den Abschluss des Nachmittags bilden. Ich freue mich, viele von Ihnen dort zu treffen. Hier anmelden.
Politik-News: Wichtige Weichenstellungen für die Schweizer Werbebranche!
Aktuell
Volksabstimmung: Nein zur SRG-Initiative
Am Abstimmungssonntag vom 8. März 2026 sprachen sich die Stimmbevölkerung und alle Kantone gegen eine Gebührensenkung aus. Die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» wurde deutlich abgelehnt, was KS/CS freut. Denn der Mittelabbau hätte nicht nur das Informationsangebot massiv einschränkt, sondern hätte auch direkte Auswirkungen auf den hiesigen Werbemarkt, welcher von einem starken öffentlichen sowie privaten Medienumfeld profitiert. KS/CS verfolgt aktuell noch rund 10 weitere Geschäfte in der Medienpolitik, die einen indirekten oder direkten Einfluss auf die Werbebranche hätten. Es gibt also weiterhin viel zu tun!
News aus Bundesbern
Eidgenössische Session neigt sich dem Ende zu

Für die Frühjahressession ist die Motion 25.4363 "Ratifizierung der WHO-Tabakkonvention" im Nationalrat geplant. Zum Publikationszeitpunkt dieses Newsletters hat die grosse Kammer aber noch nicht darüber entschieden. Mit der Motion wird gefordert, dass die Schweiz das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (Framework Convention on Tobacco Control; FCTC) ratifiziert. KS/CS hat sich im Vorfeld für eine Ablehnung stark gemacht, denn mit einer solchen Ratifizierung müssten die sorgfältig ausgearbeiteten Regelungen des neuen Tabakproduktegesetzes, die teilweise noch gar nicht in Kraft getreten sind, erneut angepasst werden – und zwar dieses Mal nicht im Sinne des Schweizer Volkswillens, sondern zur Umsetzung internationaler Vorgaben. KS/CS beobachtet das Geschäft weiterhin sehr genau.
News aus der Branchenwelt
Wer übernimmt das Zürcher Hochbaudepartement (HBD)?

Nebst den nationalen Abstimmungen wurde am 8. März unter anderem auch in der Stadt Zürich auf legislativer und exekutiver Ebene gewählt. Die Wahlergebnisse haben für viele Diskussionen gesorgt: Die Regierung bleibt nicht nur links, sondern sie wird noch linker als sie bis anhin schon war. Von den insgesamt neun Sitzen gehören neu vier Sitze der SP, drei den Grünen, einer der GLP und einer der FDP. Das Hochbaudepartement, welches für die Umsetzung der Motion GR Nr. 2024/178 "Reklame im öffentlichen Raum, Reduktion der Flächen und Verzicht auf Reklame mit dynamischem Inhalt, Erlass einer Verordnung" zuständig ist, wird neu unter den Gewählten verteilt. Dieser Entscheid ist somit für die Werbebranche sehr wichtig. Der Zürcher Stadtrat gibt die Departementsverteilung voraussichtlich im Mai bekannt. KS/CS wird den Entscheid genau verfolgen und Sie natürlich wie immer auf dem Laufenden behalten.
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Politik-News: Werbung «Made in Switzerland»
Aktuell
Volksabstimmung: Am 8. März wird über die SRG-Initiative entschieden
Am 8. März 2026 entscheidet die Stimmbevölkerung an der Urne über eine Vorlage, die weit über eine reine Gebührenfrage hinausgeht. Die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» gefährdet im Kern die Vielfalt und Qualität unserer nationalen Medienlandschaft. Ein radikaler Abbau der Mittel würde nicht nur das Informationsangebot massiv einschränken, sondern hätte auch direkte Auswirkungen auf den hiesigen Werbemarkt, welcher von einem starken öffentlichen sowie privaten Medienumfeld profitiert. Wenn Reichweiten wegbrechen und bewährte Kanäle geschwächt werden, verschwinden wertvolle Werbeplätze, die gerade für nationale Kampagnen und lokale Identität unverzichtbar sind. Wir sind überzeugt: Eine Schwächung des medialen Service public schadet letztlich allen, von Medienschaffenden bis hin zu Unternehmen, die auf ein stabiles, qualitativ hochwertiges Werbeumfeld angewiesen sind. Stimmen Sie ebenfalls noch heute über die betreffende Vorlage ab!
News aus Bundesbern
Leistungsschutzrecht: Warum der Nationalrat die Repeat-Taste drückt
Der Nationalrat schickt am ersten Sessionstag den Leistungsschutz für Medien auf eine Zusatzrunde. Ursprünglich ging es bei der Vorlage vor allem darum, grosse Tech-Plattformen dazu zu verpflichten, Schweizer Medienhäuser finanziell zu entschädigen, wenn sie deren Inhalte (z.B. Textausschnitte in Suchresultaten) anzeigen. Seit der Ausarbeitung des Entwurfs zeigt sich laut dem Nationalrat, dass ein Gesetz ohne explizite Regeln für KI-Anbieter heute zu kurz greife. Deshalb soll der Bundesrat nun die Vorlage überarbeiten und das Anliegen der Motion Gössi (24.4596) integrieren. Das Geschäft geht als nächstes in den Ständerat. Wir werden die Entwicklung weiterhin verfolgen. Werbekampagnen und journalistische Umfelder, in denen Werbung platziert wird, basieren auf hochwertigem Content. Es gilt nun eine Balance zwischen Leistungsschutz und der Förderung von Innovation zu finden.
News aus der Branchenwelt
Petition gegen betrügerische Onlinewerbung eingereicht
Der Konsumentenschutz und die Digitale Gesellschaft haben am Montag eine Petition bei der Bundeskanzlei eingereicht, welche strengere Regeln gegen betrügerische Werbung auf Plattformen wie YouTube, Instagram und TikTok fordert. Mit dem neuen Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) will der Bundesrat die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer stärken und sehr grosse Kommunikationsplattformen sowie Suchmaschinen zu mehr Fairness und Transparenz verpflichten. Auch KS/CS beanstandet in ihrer Stellungnahme zum KomPG, dass sich der Vorschlag des Bundesrats derzeit bloss auf eine Auswahl von strafrechlichen Tatbeständen beschränkt und betrügerische Werbung wie z.B. Online-Anlagebetrug aktuell nicht berücksichtigt. KS/CS wird die Petition im Auge behalten.
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Politik-News: Gleiche lange Spiesse für den Schweizer Werbemarkt!
Aktuell
KomPG: Gleiche Rahmenbedingungen für alle im Werbemarkt!
Mit dem neuen Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) will der Bundesrat die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer stärken und sehr grosse Kommunikationsplattformen sowie Suchmaschinen zu mehr Fairness und Transparenz verpflichten. Die Vernehmlassung dazu ging kürzlich zu Ende. Der Gesetzesentwurf beinhaltet diverse Aspekte der Werbung, beispielsweise ein geplantes Meldeverfahren von rechtswidrigen Werbeinhalten, Kennzeichnungspflichten oder die Implementierung eines Werbearchivs. KS/CS fordert, dass für alle Teilnehmenden, die auf vergleichbare Weise am Schweizer Werbemarkt tätig sind, die gleichen Regeln gelten. Die Plattformen und Suchmaschinen bestimmen durch ihre quasi Monopolstellung die Spielregeln. Schweizer Werbeakteure sind abhängig von diesen Plattformen, ohne Einsicht auf die Auswirkungen der Tätigkeiten der Plattformen zu haben. KS/CS weist auch auf die Problematik der illegalen Online-Werbung hin. Die Einführung von Schweizer Anlaufstellen und Rechtsvertretungen sind für eine greifende Umsetzung des Gesetzes unabdingbar. Hier finden Sie die ganze KS/CS-Stellungnahme.
News aus Bundesbern
Die Frühjahressession steht vor der Tür!
Die definitiven Programme der kommenden Session sind veröffentlicht und KS/CS hat diese nach werberelevanten Vorstössen durchforstet. Dabei beschäftigt uns aktuell die Motion 25.4363 «Ratifizierung der WHO-Tabakkonvention», welche fordert, dass die Schweiz das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs ratifiziert. Die darin vorgesehenen Massnahmen gehen sehr weit. KS/CS setzt sich dafür ein, dass in der Schweiz weiterhin der eigene Gesetzgebungsprozess bewahrt wird, in dem das nationale Parlament auf demokratischem Weg über Gesetze entscheidet. Gerade erst sind das neue Tabakproduktegesetz sowie die dazugehörige Verordnung, an denen über Jahre hinweg im demokratischen Gesetzgebungsverfahren gearbeitet wurde, rechtskräftig geworden. Aufgrund der Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» werden die Regelungen derzeit zudem bereits teilweise revidiert, um den Volkswillen weiterführend umzusetzen. Aus diesen Gründen empfiehlt KS/CS die Motion, welche am 12. März im Nationalrat traktandiert ist, zur Ablehnung.
News aus der Branchenwelt
Baden ohne Werbung? So beurteilt der Regierungsrat die Kampagne
Im vergangenen Herbst sorgte die Anti-Werbekampagne der Stadt Baden für Schlagzeilen in der ganzen Schweiz, auch KS/CS nahm das Thema in einer Ausgabe von «Politik-News» auf. Der Slogan, der auf dreizehn Werbeflächen in der Innenstadt zu lesen war, lautete: «Baden ist. Ohne Werbung?». Darauf reichte Adrian Schoop (FDP Aargau) auf Kantonsebene eine Interpellation beim Regierungsrat ein. Auf die Frage, ob Werbung im öffentlichen Raum ein legitimer Ausdruck der Wirtschaftsfreiheit und Meinungsäusserung sei, antwortete der Regierungsrat: «Staatliche Eingriffe sollten grundsätzlich immer mit Zurückhaltung erfolgen» und Werbung sei wichtig für die lokale Wirtschaft. KS/CS wird kommunale politische Entwicklungen auch in Baden weiterhin genau beobachten und sich für die Wirtschafts- und Werbefreiheit einsetzen.
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Politik-News: Neues aus der Werbepolitik!
Aktuell
Amsterdam: Werbeverbot für Fleisch, Flüge, Ferien und Co.
In Amsterdam hat der Stadtrat (Legislative) einen ungewöhnlichen und kontrovers diskutierten Entscheid gefasst. Ab Sommer 2026 werden im öffentlichen Raum Werbebeschränkungen für Fleisch und andere Produkte und Dienstleistungen, die fossile Energieträger benötigen, eingeführt. Das Werbeverbot soll damit auch beispielsweise Flugreisen, Kreuzfahrten und Fahrzeuge betreffen. KS/CS verfolgt diese Entwicklungen mit grosser Besorgnis und erachtet sie als wirtschaftsfeindlich. Auch in der Schweiz werden ähnliche Vorstösse diskutiert, die KS/CS auf politischer Ebene bekämpft.
News aus Bundesbern
Regulierung von «Fast Fashion» erreicht den Nationalrat
Bereits im vergangenen Juni berichteten wir über einen neuen Gesetzesentwurf in Frankreich, der mehrere Massnahmen vorsah, um Umweltauswirkungen der Modeindustrie zu reduzieren. Der Fokus des Gesetzes lag mehrheitlich auf chinesischen Online-Anbietern wie Shein, Temu oder AliExpress und sah neben einem umfassenden Werbeverbot auch Strafzahlungen für besonders umweltschädliche Unternehmen und Verpflichtungen für Online-Plattformen vor. Nun ist eine ähnliche Motion auch im Schweizer Nationalrat eingereicht worden, welche KS/CS aktuell prüft. Grundsätzlich gilt es jedoch zu vermeiden, gesellschaftliche Herausforderungen mit generellen Werbeverboten anzugehen.
News aus der Branchenwelt
Media Focus: Der Schweizer Werbemarkt 2025 stabilisierte sich nach schwachem Start
Der Schweizer Werbemarkt zeigte sich laut dem Marktforschungsinstitut Media Focus im vergangenen Jahr nach einem schwierigen Start widerstandsfähig und erwirtschaftete im klassischen Bereich (ohne Digitalwerbung) einen Brutto-Werbedruck von 3,93 Milliarden Franken. Dies entspricht einem leichten Rückgang (-1,7%) gegenüber dem Vorjahr. Einen positiven Impuls erlebte das Fernsehen lediglich im dritten Quartal, angetrieben durch die Frauenfussball-Europameisterschaft in der Schweiz.
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Politik-News: Werbepolitik 2026: Segel sind gesetzt
Aktuell
Google, Meta und Co.: KS/CS fordert mehr Verantwortung von Plattformen
In den letzten Monaten haben sich Meldungen von gefälschten oder irreführenden Werbungen auf Plattformen und Suchmaschinen stark gehäuft. Obwohl Plattformen gesetzlich dazu verpflichtet sind, keine rechtswidrige Werbung zu verbreiten, wird solche illegale Werbung immer häufiger festgestellt. Mit der aktuell laufenden Vernehmlassungzum Vorentwurf des neuen Gesetzes über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) sieht KS/CS eine ideale Möglichkeit, die grossen Online-Plattformen und Suchmaschinen stärker in ihre Pflicht zu nehmen, um ihre Verantwortlichkeit in der digitalen Kommunikation zu erhöhen.
KS/CS wird sich entsprechend dafür einsetzen, dass für sehr grosse Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen dieselben Rahmenbedingungen gelten wie für andere Werbeakteure, die in vergleichbarer Weise auf dem Schweizer Markt tätig sind. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Bekämpfung illegaler Werbeinhalte auf grossen Online-Plattformen und Suchmaschinen gelegt, ein Aspekt, der im aktuellen Gesetzesentwurf noch unzureichend berücksichtigt wird. Die finale KS/CS-Vernehmlassungsantwort wird Ende Monat hier veröffentlicht.
News aus Bundesbern
KVF-S lehnt eine Ausweitung der politischen Radiowerbung ab
Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S) lehnt die Parlamentarische Initiative «Gleichbehandlung von privaten Rundfunkanbietern und privaten Online-Anbietern» am 13. Januar mit 6 zu 2 Stimmen mit 2 Enthaltungen ab. KS/CS bedauert diesen Entscheid, da die Zulassung von politischer Werbung für private Radios eine Marktlücke schliessen würde. Heute ist politische Werbung insbesondere in digitalen Meiden weit verbreitet. Die Gleichbehandlung von privaten Rundfunkanbietern und privaten Online-Anbietern wäre ein Schritt in die richtige Richtung, damit Werbeeinnahmen wieder vermehrt an lokale Medienunternehmen fliessen können. Als nächstes geht das Geschäft zurück in die Nationalratskommission. KS/CS wird sich weiter für eine Annahme einsetzten.
News aus der Branchenwelt
Grossbritannien: Radikales Lebensmittelwerbeverbot ist in Kraft
Während in Grossbritannien das offizielle Gesetz zur Werbeeinschränkung für fett-, salz- oder zuckerhaltige Lebensmittel mit Verboten vor 21:00 Uhr im TV und einem kompletten Online-Bann bereits in Kraft ist, gewinnt die Debatte auch in der Schweiz an Schwung. Am 17. Dezember 2025 lud das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) die Lebensmittel- und Werbebranche an einen ersten technischen Runden Tisch nach Bern ein. KS/CS möchte ganz klar eine gesetzliche weitreichende Regulierung, so wie sie beispielsweise in Grossbritannien eingeführt wurde, vermeiden und engagiert sich auch 2026 intensiv im Themengebiet.
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