
Die Mitglieder von KS/CS haben anlässlich der 101. Mitgliederversammlung mit rund 50 Teilnehmenden ihr Bekenntnis zu verantwortungsvoller und transparenter Kommunikation erneut unterstrichen. Der Verband setzt sich für die Weiterentwicklung der Werbung als bedeutendes Element von Wirtschaft und Meinungsbildung ein. Auch die wirksame Selbstregulierung der Branche gehört zu den wichtigsten Prioritäten des Verbandes.
Konstant hohe Anzahl Vorstösse gegen die Werbefreiheit
Die politische Interessenvertretung bleibt ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit von KS/CS. Der Dachverband verfolgt regulatorische Entwicklungen auf allen Ebenen systematisch, analysiert deren Auswirkungen auf die Branche und erarbeitet in enger Abstimmung mit dem Vorstand fundierte Positionen – insbesondere mit Blick auf freien Marktzugang und Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten. Angesichts von aktuell 79 werberelevanten politischen Vorstössen nimmt der Druck auf die Branche weiter zu.
Enge politische Zusammenarbeit
Der Schweizer Weinhändler und Weinfachjournalist Philipp Schwander hob in seinem Grusswort die Wichtigkeit eines liberalen Marktes hervor: «Immer wie mehr Richtlinien von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehen dieser freien Marktwirtschaft im Weg».
Gregor Rutz, Nationalrat und Präsident der Parlamentarischen Gruppe «Markt und Werbung», betonte anschliessend in seiner Rede wie Werbeverbote die Demokratie unbemerkt in Frage stellen würden. Rutz ist überzeugt: «Wer qualitatives Wachstum möchte, muss sich für die Werbung einsetzen. Diese ist auch Ausdruck des liberalen Rechtsstaats und ein wichtiger Teil der Kommunikationsfreiheit».
Der Verband konnte sich dank der wertvollen Unterstützung seiner Mitglieder im vergangenen Jahr bei 24 parlamentarischen Diskussionen sowie 6 Vernehmlassungen aktiv einbringen und die Positionen der Branche weitgehend erfolgreich vertreten. Der kontinuierliche Austausch mit politischen Entscheidungsträgern sowie die frühzeitige Information relevanter Gremien bleiben dabei zentrale Elemente der Arbeit.
Werbung und Publizistik
In seinem Kurzreferat betonte Andrea Masüger, der Präsident des Verlegerverbandes Schweizer Medien (VSM), die Wichtigkeit von einem qualitativ wertvollen Werbeumfeld. Das Internet und Social Media haben die Werbung in der Schweiz grösstenteils ins Ausland verschoben. Dreiviertel des Online-Werbevolumens geht heute nach Kalifornien und China. Dieser Umsatz fehlt in der Konsequenz der Schweizer Werbewirtschaft: «Mit der künstlichen Intelligenz (KI) verschärft sich das Problem, weil auch journalistische Inhalte abgesogen werden. Doch KI trifft nicht nur die Medienbranche, sondern wird auch bei der klassischen Werbung zu einer höchst ungemütlichen Entwicklung führen» ist Masüger überzeugt.
Werbeumsätze stagnieren insgesamt
Zum Schluss der Versammlung präsentierte Roland Ehrler, Vize-Präsident der Stiftung für Werbestatistik die neusten Zahlen der Stiftung Werbestatistik Schweiz: Insgesamt nahmen die Netto-Werbeumsätze im Vergleich zum Vorjahr leicht ab. Die Erhebung der Stiftung Werbestatistik Schweiz verzeichnet Umsatzsteigerungen in den Bereichen Aussenwerbung, Kinowerbung, Onlinewerbung sowie Werbeartikel. Alle anderen Mediengattungen wie Print, TV, Radio konnten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr nicht erhöhen.
Statutarische Geschäfte
Die Mitglieder stimmten allen Anträgen des Vorstands zu. Sie hiessen die Jahresrechnung gut, die mit einer schwarzen 0 abschliesst. Zudem wählten sie mit Roger Baur ein neues Vorstandsmitglied. Roger Baur ist Inhaber der Netprofit GmbH, Mitgründer der IAB Switzerland Association und war elf Jahre deren Geschäftsführer.
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