Aktuell
Bern: Neuer Anlauf gegen die Aussenwerbung

Am 27. Oktober hat ein Komitee aus AL, PdA, Juso, GaP, Tier im Fokus und Transition Bern nach eigenen Angaben rund 6300 Unterschriften für die Initiative «Bern werbefrei!» eingereicht. Nötig sind 5000. Die Initiative will in der Gemeindeordnung verankern, dass Plakate und kommerzielle Bildschirme ohne Ortsbezug nicht mehr bewilligt werden. Erst im Mai hatte der Stadtrat (Legislative) eine Motion für ein Aussenwerbeverbot deutlich mit 50 zu 19 Stimmen abgeschrieben.
Damit nicht genug: Eine Motion vom 15. Oktober verlangt, dass Werbung für Autos, Flugreisen und Kreuzfahrten auf dem ganzen Stadtgebiet nicht mehr bewilligt wird – ausdrücklich auch für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Beide Vorstösse zielen auf die Neuvergabe der Plakatkonzession ab 2028.
KS/CS lehnt beide Vorstösse klar ab. Ein Verbot verhindert keinen Kauf und keine Reise, es trifft aber das lokale Gewerbe, Kultur und Vereine, kostet die Stadt Konzessionseinnahmen und verschiebt Werbegelder zu internationalen Online-Plattformen. Wir bringen uns in die Debatte ein und suchen den Schulterschluss mit dem Berner Gewerbe.
Aarau: Die Lichterfrage findet in der Kantonshauptstadt Mehrheiten

Wie in der letzten Ausgabe angekündigt, hat der Einwohnerrat (Legislative) das Postulat «Für mehr Nacht in Aarau» am 26. Oktober an den Stadtrat überwiesen. Dieser überarbeitet aktuell die Reklamerichtlinie, inklusive Bestimmungen zur Reduktion von Lichtemissionen. KS/CS bringt sich in die Revision ein und setzt sich gegen pauschale Abschaltzeiten ein: Beleuchtete Werbung und Schaufenster beleben die Innenstadt am Abend, erhellen Wege und Haltestellen und stärken das Sicherheitsempfinden.
News aus Bundesbern
Politwerbung: Kehrtwende im Ständerat

Private Radio- und TV-Sender sollen politische Werbung ausstrahlen dürfen. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S) hat am 30. Oktober einer parlamentarischen Initiative von Nationalrat Thomas Matter (SVP/ZH) mit 6 zu 4 Stimmen bei 2 Enthaltungen zur Annahme empfohlen. Bisher hatte sie das Anliegen abgelehnt. Für gebührenfinanzierte Sender soll das Verbot bestehen bleiben. Nun kann die Nationalratskommission eine Vorlage ausarbeiten.
Aus Sicht von KS/CS fällt damit ein überholtes Werbeverbot. Online- und Printmedien dürfen politische Werbung schon heute schalten, Privatradios und Regionalfernsehen hingegen nicht – obwohl politische Kampagnen längst über Social Media laufen. Die Lockerung stärkt die privaten Schweizer Medien und hält Werbefranken im Inland. KS/CS wird die Ausarbeitung der Vorlage eng begleiten.
News aus der Branchenwelt
Letzte Plätze: KS/CS Breakfast Event am 11. November!
Wie gehen wir mit künstlich erzeugten Inhalten, Desinformation und Vertrauen in der Kommunikation um? Diesen Fragen widmet sich unser Breakfast Event «FAKE, REAL … EGAL?» am 11. November von 8.00 bis 10.30 Uhr im Razzia in Zürich. Wir freuen uns auf Sie!
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