Aktuell


Lebensmittel: Zweiter runder Tisch zur Kinderwerbung

Frühstück

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat heute Vormittag die Lebensmittel- und Werbebranche zum zweiten technischen Runden Tisch nach Bern eingeladen. Im Zentrum der Gespräche steht die Reduktion von an Kinder gerichteter Werbung für Lebensmittel mit hohem Fett-, Zucker- oder Salzgehalt. Die Teilnehmenden haben ihre Inputs und Unklarheiten zum aktuellen Entwurf eingebracht. Der aktuell vorliegende Vorschlag mit den heute eingebrachten Inputs ist für KS/CS moderat ausgestaltet und pragmatisch umsetzbar. Aus Sicht von KS/CS bleibt die freiwillige Selbstregulierung der pragmatische und effiziente Weg, um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von morgen selbstbestimmt mitzugestalten. Die Verhandlungen werden am dritten runden Tisch fortgesetzt.

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News aus Bundesbern


Werberelevante Vorstösse im Nationalrat

Nationalratssaal 3

24.466 Parlamentarische Initiative «Gleichbehandlung von privaten Rundfunkanbietern und privaten Online-Anbietern»

Der am 9. und 18. Juni traktandierte Vorstoss möchte eine Marktlücke schliessen. Heute verbietet das Radio- und Fernmeldegesetz politische Werbung für private Radio- und Fernsehsender, obwohl diese Werbung im Online- und Printbereich zulässig und längst etabliert ist. KS/CS befürwortet den Vorstoss und verlangt gleich lange Spiesse für alle im Werbemarkt.

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24.4018 Motion «Verbreitung der entwürdigenden Nudify-Apps einschränken»

Das Bewerben, Verkaufen und Zugänglichmachen von Apps und digitalen Diensten, welche mithilfe von künstlicher Intelligenz Nacktbilder von Kindern oder Erwachsenen generieren, soll mit dem am 18. Juni traktandierten Vorstoss verboten werden. KS/CS befürwortet den Vorstoss und erachtet ein Werbe- und Verkaufsverbot solcher Nudify-Apps als gerechtfertigt.

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Werberelevante Vorstösse im Ständerat

Ständeratssaal

26.3242 Motion «Kinder- und Jugendschutz auf digitalen Plattformen»

 

Der Ständerat behandelt am 3. Juni eine Motion, welche neue gesetzliche Massnahmen fordert, um Risiken grosser Kommunikationsplattformen für Kinder zu verringern. Die sehr offen formulierte Motion möchte unter anderem personalisierte Werbung verbieten, wenn die Nutzerin oder der Nutzer minderjährig ist. KS/CS lehnt den Vorstoss ab und sieht in der Motion die Gefahr einer Überregulierung der Werbung und eine damit zusammenhängende unpraktikable Alterskontrolle. Wenn der Fokus auf grosse Plattformen gelegt wird, sind auch diverse Schweizer Anbieter betroffen. Ausserdem sollte das in Erarbeitung stehende Gesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen abgewartet werden.

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News aus der Branchenwelt


Warum wir eine griffige Schweizer Plattformregulierung brauchen

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Ein aktueller Bericht im «Blick» bringt ein massives Problem auf den Punkt: Grosse Tech-Plattformen wie TikTok, Meta und Google tun nach wie vor zu wenig gegen betrügerische Online-Werbung. Eine europaweite Kampagne von Verbraucherschutzorganisationen – darunter die Fédération romande des consommateurs (FRC) – zeigt auf, dass ein Grossteil gemeldeter Fake-Finanzinserate einfach im Netz bleibt. Wir verfolgen diese Entwicklung mit grosser Aufmerksamkeit und klarer Haltung. Betrug, Täuschung und unlautere Geschäftspraktiken schaden nicht nur den Konsumentinnen und Konsumenten, sondern untergraben auch das Vertrauen in die gesamte Schweizer Werbewirtschaft. Seriöse Werbeauftraggeber, Agenturen und Medienhäuser halten sich an strenge gesetzliche Vorgaben und die Richtlinien der Schweizerischen Lauterkeitskommission. Es kann nicht sein, dass globale Tech-Giganten hier mit zweierlei Mass messen und ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen. KS/CS wird sich im Rahmen der laufenden Plattformregulierung weiterhin dezidiert dafür einsetzen, dass faire Rahmenbedingungen auf dem Schweizer Werbemarkt durchgesetzt werden.

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