Aktuell
Baden: Schlussbericht von «Baden ist …ohne Werbung?» veröffentlicht
Im vergangenen November führte die Stadt Baden in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ein Pilotprojekt durch, um den Einfluss von Aussenwerbung auf das Konsumverhalten zu untersuchen. Der nun vorliegende Schlussbericht zeigt: Pauschale Werbeverbote stossen mehrheitlich auf Ablehnung. Da 58% der Befragten angaben, bereits heute stark auf ihr Konsumverhalten zu achten, bewirkte das Projekt keine nennenswerte Verhaltensänderung. KS/CS sieht sich in ihrer Argumentation gegen Aussenwerbeverbote bestätigt, kritisiert jedoch das interessengeleitete Forschungsdesign sowie die subjektive Behauptung, dass werbefreie Räume in anderen Städten positive Auswirkungen gezeigt hätten. Dass die Bevölkerung bereits heute sehr bewusst konsumiert, unterstreicht das Argument, dass Konsumentinnen und Konsumenten eigenverantwortliche und durchdachte Kaufentscheidungen treffen, auch aufgrund von Werbung.
News aus der Branchenwelt
Rostiger Paragraph: Der Preis könnte wieder nach Zürich gehen
Jedes Jahr verleiht die IG Freiheit den Satire-Award «Rostiger Paragraph» für das aus ihrer Sicht unsinnigste Gesetz des Jahres. Regelmässig finden sich auch Werbeverbote oder -einschränkungen auf der Nominationsliste, so auch die aktuell hängige Motion für ein Werbeverbot in der Stadt Zürich. Der Vorstoss fordert eine drastische Einschränkung kommerzieller Aussenwerbung indem Werbeflächen reduziert und digitale Bildschirme gänzlich verboten werden sollen. Was offiziell mit Umweltschutz und Konsumreduktion begründet wird, hat handfeste finanzielle Konsequenzen. Werbeflächen im öffentlichen Raum generieren rund 28 Millionen Franken an Einnahmen für die Stadt. Diese müssten schliesslich durch Steuergelder oder Leistungskürzungen im Service public kompensiert werden. Nach den Erneuerungswahlen von Anfang März fokussiert sich KS/CS nun auf die weitere Ausarbeitung der Vorlage durch den Stadtrat.
Amsterdam: Werbeverbot für Fleisch, Flugreisen und fossile Brennstoffe
Ab dem 1. Mai soll in der niederländischen Hauptstadt neu ein Werbeverbot im öffentlichen Raum für Fleisch, Flugreisen und fossile Brennstoffe gelten. Doch was als Klimaschutzmassnahme verkauft wird, entpuppt sich für KS/CS als massiver Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und den fairen Wettbewerb. Solange Produkte legal produziert und verkauft werden dürfen, muss es Unternehmen auch erlaubt sein, diese im öffentlichen Raum zu bewerben. Ein Verbot greift unverhältnismässig in die Handels- und Gewerbefreiheit ein. Selbst die Amsterdamer Stadtverwaltung räumt ein, dass die rasche Umsetzung «fast unmöglich» sei, weshalb grosszügige Übergangsfristen eingeräumt werden sollen. Auch in der Schweiz ist das Thema längst angekommen. Im Genfer Kantonsparlament ist derzeit eine Anpassung des Reklamegesetzes hängig, die ein Verbot von Flugwerbung fordert. KS/CS engagiert sich dezidiert gegen solche Verbote.
Was ist der Stand zur Selbstregulierung im Kindermarketing?

Die Lebensmittelbanche und das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen (BLV) tauschen sich aktuell intensiv über eine mögliche Selbstregulierung im Kindermarketing von bestimmten Lebensmitteln aus. Wieso engagiert sich KS/CS für eine solche Selbstregulierung überhaupt? Und was bedeutet dies für Agenturen, Vermarkter und Medien? In unserem kompakten, deutschsprachigen 15-Minuten-Webinar – ausschliesslich für unsere Mitglieder – bringen wir Licht ins politische Dunkel: verständlich, aktuell und mit Platz für Ihre Fragen.
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