Aktuell
Werbeverbote für Flugreisen: Symbolpolitik auf Kosten der lokalen Wirtschaft
Letzte Woche wurde im Zürcher Gemeinderat ein neues Postulat eingereicht, welches Werbeverbote für Flugreisen und Werbung, die implizit eine Flugreise beinhalten (z.B. Ferien in Übersee, Vielfliegerprogramme etc.) auf städtischem Gebiet fordert. Der Vorstoss ist kein Einzelfall: Auch im Genfer Kantonsparlament befindet sich ein Vorstoss für eine Gesetzesänderung im politischen Prozess und in Basel-Stadt wurde bereits eine Anfrage abschliessend diskutiert. Die Werbeverbote sind jeweils sehr weitreichend und würden den Wirtschaftszweig massiv belasten, ohne dass ein klarer ökologischer Nutzen belegt ist. Wenn Fluggesellschaften nicht mehr auf städtischen Plakatstellen werben dürfen, wandern die Budgets unweigerlich in den digitalen Raum ab. Werbegelder fliessen statt in die Kassen von Kanton und Gemeinden direkt zu internationalen Plattformen, ohne dass auch nur ein Flug weniger gebucht wird.
News aus Bundesbern
Das Heft in der Hand behalten: Selbstregulierung statt Werbeverbote
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat kürzlich den Aktionsplan 2025-2028 veröffentlicht. Damit wird die Schweizer Ernährungsstrategie operativ konkretisiert. Ein zentraler Pfeiler dieser Strategie ist die Einbindung der Lebensmittelwirtschaft, insbesondere durch die freiwillige Selbstregulierung von Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet. KS/CS vertritt in diesem Prozess die Interessen der Werbebranche. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern sitzen wir mit Swiss Pledge und dem BLV am runden Tisch, um wirtschaftlich realistische Verpflichtungen auszuarbeiten. An Kinder unter 13 Jahre gerichtete Werbung für Produkte, die spezifische Nährwertstandards nicht erfüllen, soll eingeschränkt werden dürfen. Für KS/CS ist eine abgestimmte Selbstregulierung aktuell der effektivste Weg, um eine starre, gesetzliche Überregulierung vorzubeugen und die unternehmerische Gestaltungsfreiheit für das nächste Jahrzehnt zu wahren. Am 26. Mai findet der zweite technische runde Tisch des BLV statt, bei dem wir die Fragen, Unklarheiten und Bedenken der Branche einbringen werden.
News aus der Branchenwelt
Bern werbefrei? Nach der Motion ist vor der Initiative
Kaum wurde eine Motion in der Stadt Bern für ein Verbot kommerzieller Aussenwerbung endgültig abgeschrieben, formiert sich bereits neuer Widerstand von der Alternativen Linken Bern. Die Initiative «Bern Werbefrei» verlangt nun ein nahezu vollständiges Verbot von kommerzieller Werbung auf öffentlichem Grund. Die Initiantinnen und Initianten zielen dabei auf sogenannte «Fremdreklame» ab. Konkret sollen Plakatwerbung und Bildschirme für kommerzielle Produkte und Dienstleistungen ohne «örtlichen Bezug» auf dem gesamten Berner Stadtgebiet nicht mehr bewilligungsfähig sein. Ob dann der Bäcker in der Altstadt nur noch vor der eigenen Ladentür aber nicht im Nachbarquartier werben darf? Aktuell läuft die Sammelfrist für die notwendigen 5’000 Unterschriften. KS/CS engagiert sich weiterhin konsequent für die Freiheit der kommerziellen Kommunikation und für einen lebendigen, urbanen Raum einzusetzen, der auch Platz für Werbung und Wirtschaft bietet.
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