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DIE WERBUNG MIT PREIS- UND RABATTANGABEN WIRD STARK VEREINFACHT

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Zürich, 27. Mai 2021

Preisbekanntgabeverordnung PBV 

Die Werbung mit Preis- und Rabattangaben wird stark vereinfacht 

Ab 1. Juli 2021 wird die Werbung mit Preis- oder Rabattanga ben für Auftraggeber wie Agenturen stark erleichtert. Statt langer Pflichtangaben auf  dem Werbemittel müssen die Produkte oder Dienstleistungen nur noch im Internet  spezifiziert werden. Davon profitieren die Werbewirtschaft wie die Konsumentinnen und Konsumenten. 

Bislang verlangte die Preisbekanntgabeverordnung PBV, dass auf jedem Werbemittel mit  einer Preisangabe umfangreiche Pflichtangaben zur genauen Spezifikation des beworbe nen Produkts oder der beworbenen Dienstleistung stehen. Die sogenannten Legal Lines – PBV- und Energieangaben – machen zum Beispiel auf Plakaten bis zu 20 Prozent der ge samten Werbefläche aus. Das ändert sich ab 1. Juli 2021 markant.  

Verweis auf die Website genügt 

Künftig muss unmittelbar auf dem Werbemittel lediglich ein Verweis – eine URL, ein Link  oder ein QR-Code – auf eine Website mit den entsprechenden Angaben stehen. «Das re duziert die Komplexität massiv, vermindert den Aufwand für Auftraggeber wie Agenturen merklich und bietet mehr Freiheit für die Kreation», sagt RA Dr. Marc Schwenninger, Leiter Rechtsdienst von KS/CS Kommunikation Schweiz. «Für uns ist das besonders erfreu lich, gehen die Vereinfachungen doch auf die 2017 eingereichte Motion ‹Konsumenten freundlichere Preisbekanntgabeverordnung› unseres Ehrenpräsidenten Filippo Lombardi zurück.» 

Auch die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren 

Von der Vereinfachung profitieren auch die Konsumentinnen und Konsumenten. Bei Pla katen muss die Betrachterin/der Betrachter zum Beispiel bisher sehr nahe herantreten,  um die PBV-Angaben überhaupt entziffern zu können. Von da ist es nur noch ein kleiner  Schritt, einen QR-Code zu scannen oder einen Weblink zu fotografieren. Einmal auf der  Website, wird die Lesbarkeit und Informationsvermittlung auf einen Schlag verbessert.  Das Gleiche gilt für den Fernseher. Damit die Spezifizierungen von den Zuschauenden  wirklich erfasst werden können, müsste der Spot unverhältnismässig stark verlängert  werden. Ganz zu schweigen von der Online-Werbung, wo die entsprechenden Angaben sowieso nur einen Klick weit entfernt sind. 

«Zu Rabatten und CO2-Belastung fragen Sie Ihren Händler oder Garagisten»

Die Initialzündung zur Motion gab übrigens der Workshop «Automobilwerbung – unge liebte Pflicht» von KS/CS Kommunikation Schweiz im Herbst 2017. Markus Ruf plädierte im Mascotte in Zürich dafür, dass in der Automobilwerbung künftig analog zur Heilmittel werbung statt langer Legal Lines der Hinweis stehen sollte: «Zu Rabatten und zur CO2- Belastung konsultieren Sie unsere Website und fragen Sie Ihren Händler oder Garagis ten.» Was der Mitinhaber der Werbeagentur Ruf Lanz damals wohl nicht ganz ernst ge meint hatte, hat dank des direkten Drahtes von Kommunikation Schweiz in die Bundes politik und der Hartnäckigkeit des damaligen Ständerats Lombardi einen positiven Impact  auf die gesamte Kommunikationswirtschaft. 

Am Point of Sale weiterhin gültig 

Weiterhin gültig sind die PBV-Richtlinien am Point of Sale, wo die Preise nach wie vor de tailliert spezifiziert werden müssen. Von den PBV-Erleichterungen nicht tangiert sind zu dem die Angaben der Energieeffizienzverordnung (EnEV) sowie die Pflichtangaben betref fend Leasing- oder Konsumkreditwerbung. Kommunikation Schweiz wird sich mit den  entsprechenden Bundesstellen zeitnah in Verbindung setzen, um mögliche Abgrenzungs schwierigkeiten pragmatisch zu lösen. 

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